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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1913-07-01 · 4/5 (Juli-Oktober 1913) · p. Seite 102

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
XVI (1913)
Issue
4/5 (Juli-Oktober 1913)
Date
1913-07-01
Page
Seite 102 (sequence 2)
Language
German
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iöä iragang (Erzählungen, Gedichte und Dramen). Odessa, Verlag ״Moriah287 .1912 ,״ S. 8°• (Z). BAGHJA ibn Josef ibn Paquda, Des, aus Andalusien, al-Hidaja, 4ila fara;id al-quluh. Im arabischen Urtext zum 1. Male nach der Oxforder und Pariser Handschrift sowie den Petersburger Fragmenten herausg• von A. S. Tahuda• Leiden, E. J. Brill, 1912. XVIH, 113 und 407 S. m. 3 Lichtdruck- Taf. 8°. M. 20. [Das Werk Bachj&s bietet auch in der Uebersetzung Tibbons dem Yerständnis keine besonderen Schwierigkeiten« grade der leichtf&sslichen und populären Darstellung verdankt ja das Buch seine ausserordentliche Verbreitung und Beliebtheit. Nichtsdestoweniger hat sich der Herausgeber durch die Edition des arabischen Urtextes ein unbestreitbares Verdienst erworben. Bei aller Treue mit welcher Tibbon, seiner Vorläge folgt, kann die Uebersetzung das Original nicht ersetzen, und gerade das Streben, sich dem Original 80 eng als möglich anzuschliessen, bewirkt, dass manche Stellen dem Missverständnisse ausgeBetst sind und die Uebersetzung von Härten nicht frei ist Auch ist es selbstverständlich, dass die Uebersetzung hinsichtlich der Gefälligkeit der äusseren Form, der Eieganz und Glätte desßtyls die Vorlage nicht erreicht. Hingegen geht der Herausgeber etwas zu weit, wenn er in den von ihm schon früher veröffentlichten Prolegomena zu einer Herausgabe des Kitäb al-Hidaja u. 8. w. S. 9. meint,' dass erst .durch die Edition des Originals die Möglichkeit gegeben sei, gewisse das. Buch betreffende Fragen, wie die Abfassüngszeit, die Quellen Bacbjas und dergleichen, befriedigend zu lösen. Hierfür ist nach unserem Dalürhalten die Veröffentlichung von sehr geringfügiger Bedeutung. Wir wollen auf diese Fragen, die der Herausgeber in der Einleitung und in den soeben genannten Prolegomena behandelt, mit mehr öder weniger Worten eingehen. Was die Abfassungszeit unseres Werkes betrifft, so hat sich zuerst Kaufmann in seiner Theologie des Bachja Ibn Pakuda mit diesem Punkt eingehend beschäftigt. Leider ist der Weg, den er einschlägt, gänzlich verfehlt. Er geht von unrichtigen Prämissen aus, und obendrein sind die Schlüsse, die er aus ihnen zieht, nicht stichhaltig. Als Erneuerer und Wiedererwecker der aristotelischen Philo- Sophie unter den Arabern, sagt er, sei Ibn Sina anzusehen, im Gegen- 8atz zu Alfarabi, der noch ganz unter dem Einfluss dos Neuplatonismus stehe. Nun lasse sich nachweisen, das der Verf. der Herzenspflichten noch nicht durch die Schule Ibn Sinas hindurchgegahgen und das zur Zeit der Abfassung unseres Buches der reine Aristotelismus in Spanien noch nicht zur Herrschaft gelangt war. Als Anhaltspunkt dafür gelten für Kaufmann in der Metaphysik die Lehre von dem Notwendigexistierenden, die Bachja noch fremd ist, und in der Psychologie die Lehre von den inneren Sinnen, die von der Lehre I. Sinas abweicht, (vgl. Kaufmann gesammelte Schriften Bd. II S. 9). Alle diese 1'Behauptungen, sind unzutreffend. Schon die erste Behanptung, dass I. Sina sich enger an Aristoteles als Alfarabi anschliesse, wird von Kaufmann durch nichts belegt, und das Gegenteil ist vielmehr wahr, dass Alfarabi viel getreuer als Ibn Sina den 8puren des Aristoteles folgt. Unrichtig ist es ferner, wenn Kaufmann Ibn Sina als den Urheber der Lehre von den inneren

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