Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- XVI (1913)
- Issue
- 3 (Mai-Juni 1913)
- Date
- 1913-05-01
- Page
- Seite 76 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2254995-7599509-7600239--3211-2258068- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
b) Judaiea. ABRAHAM, M.; Hebräische Lesefiebel zugleich eine Vorstufe zur Tefilla kezara. 5. verb. Aufl. Frankfurt a.M.f J. Kaufmann, 1913. 40. S. 8° M. 0,50. ALTMANN, A., Geschichte der Juden in Stadt und Land Salzburg ron den frühesten Zeiten bis auf die Gegenwart. Nach handschriftlichen und gedruckten Quellen bearbeitet und dargestellt. Mit 14 Abbildungen und 1 Facsimile. Erster Band: Bis zur Vertreibung der Juden aus Salzburg 1498. Berlin, Louis Lamm, 1913. XIX und 273 S. 8°. M7 6. [Genauerer Titel s. ZfHB. XYI. 48. Wenn eine Lokalgeschichte, wie die vorliegende, trotz geringer Ausbeute, mit solcher liebevollen Hingabe durchgearbeitet wird, so muss dem Fleisse des Vrf. alle Anerkennung gezollt werden. Freilich lässt es sich hierbei kaum vermeiden, dass minder wichtige Umstände und Ereignisse breitgetreten und mit grosser Ausführlichkeit behandelt werden. Unter den vielen Kapiteln (das Buch hat deren 19), die manchmal kaum 2 bis 3 Seiten umfassen, leidet die Uebersichtlichkeit. Bedauerlich sind bie vielen Sprachfehler, deren Berichtigung am Schlüsse des Buches fast 8 Seiten in Anspruch nimmt. Wünschenswert ist ein ausführliches Personen- und Sachregister, das wohl der 2. Band bringen wird. — Im Einzelnen seien noch folgende Bemerkungon mitgeteilt. Ein Jizchak von Salzburg wird in Isserleins פסקים וכתבים No. 139 erwähnt; der gleiche Name begegnet uns auch in den EGA Jakob Weil No. 172. ■־— Zu S. 74 n. 22. Der 20. Kislew des Jahres 5104 war ein Montag; im hebr. Text steckt irgend ein Fehler; vielleicht ist סו statt כ׳ zu lesen. In der Anmerkung steht zwar Montag, was aber p. 259 wieder mit Sonntag berichtigt wird. — Zu S. 76. Auch der hier mitgeteilte Grabstein beruht auf falscher Lesung, da der 2. Elul 5109 auf Montag -fiel; vielleicht ist כ׳ אלול statt ב, •נלול zu lesen; der 20. Elul fiel auf Freitag*). — In No. 2 (Bild 4) scheint mir die Lesung ליד unrichtig zu sein; ich mUchte eher לירח ליד lesen, was besser zu dem folgenden Worte כסליו passt. — Zu S. 76. Auch die Lesung von No. 4 (Bild 5) enthält eine Unrichtigkeit, da der 20. Adar 5118 auf Donnerstag fiel. Daselbst ist unten bei No. 1 zu bemerken, dass der Fasttag Ester 5132 auf Mittwoch fiel; vielleicht ist am Anfang יום ד׳ לשבת zu lesen. — Die S. 112 erwähnte Urkunde d. a. 1404 ist auch in Mtsch. 25 p. 284 von Wolf mitgeteilt; desgleichen die S. 122 erwähnte Notiz aus Registr. Eberhardi 62 bezüglich Verbrennung der Juden in Salzburg und Hallein. — Zu 8. 144. Dass die Juden von Salzburg dem Kaiser Sigmund I. als Krönungsgeschenk 400 Gulden steuern mussten, ist aus der in Geigers Zeitsch. für die Gesch. der Juden in Deutschland III, 123 mitgeteilten Urkunde zu ersehen. — Zu S. 268. Der in diesem Nachtrag für Salzburg requirierte Rabbiner David Bluma gehört nicht hierher und die auf Horovitz, Frankfurter Rabinen, 1,28 gestützte Notiz beruht auf einem in diesem sonst ausgezeichneten Werke befindlichen Druckfehler. David b. Mose Blum, Bluma od. Blumig (da seine Mutter Blume hiess) war Rabbiner in *) Der Name טווט klingt sehr fremdartig; vielleicht ist טויטש zu lesen, ein Familienname, der sich in Prag und anderswo vorfindet