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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1911-01-01 · 1 (Januar-Februar 1911) · p. Seite 14

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
XV (1911)
Issue
1 (Januar-Februar 1911)
Date
1911-01-01
Page
Seite 14 (sequence 14)
Language
German
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karaitischen Autoren Als Bekannt vorausgesetzten ״zadokitischen“ Buche wenn auch nicht identisch ist, aber doch inhaltlich übereinstimmt. Um nur einen Funkt zu erwähnen, findet sich die Angabe Kirkisani s, Zadok habe seine gegen die Rabbaniten aufgestellten Sätze ohne Argumentation gelassen, mit Ausnahme des Ehe- Verbotes zwischen Oheim und Nichte, die er durch Analogieschluss aus: dem Eheverbote zwischen Neffen und Tante begründet 1)^ durch unsere Texte bestätigt, in welchen (S. 5, Z. 7—11) sich tatsächlich diese Begründung, in direkter Polemik gegen die ehegesetzliche Praxis des traditionellen Judentums, vorfindet.2) — Kirkisani nennt als Verfasser der zadokitischen Schriften, von denen nun in unseren Texten — das grössere Fragment stammt nach Schechters Annahme aus dem zehnten Jahrhunderte — ein Specimen vorliegt, Zadok selbst, den Schüler des Antigonos aus Socho, der im Verein mit seinem Mitschüler Boethos die Sekte der Zadokiten gegründet habe. Kirkisani adoptiert Ausdrücklich3) den Bericht über Zadok und Boethos, wie er in Aboth di Rabbi Nathan (Kap. 1) vorliegt, und die Zurückführung der ״zadokitischen" Schriften auf jenen angebliehen «Stifter des Sadduzäertums ist sicherlich der in den karäischen Kreisen seiner Zeit allgemein geltenden Anschauuug entsprossen. Damit ist aber für das Verhältnis der zadokitischen Sekte, die wir jetzt aus den von Schecbter edirten Texten kennen lernen, zu den alten Sadduzäern, wie sie sich in unserer Traditionsliteratur und bei Josephus darstellen, nichts gewonnen. Ans den Texten selbst wäre der Name der Sekte nicht zu erkennen gewesen und nur die Uebereinstimmung ihres Inhalts mit den Lehren der ,,Zadokiten“ in den karäischen Quellen berechtigte den Herausgeber, diesen Sektennamen für die Fragmente anzuwenden. Aber Schechter hebt ausdrücklich hervor (S. XXI), dass ״der gegenwärtige Stand der Kenntnisse über die Lehre und die religiöse Praxis der Sadduzäer nicht genug Aehnlichkeitsmomente darbietet, um ihre Identifikation mit der Sekte unserer Texte zu rechtfertigen." Die Fragmente bieten ferner keinerlei Daten, aus denen die Zeit ihres Ursprunges ermittelt werden könnte. Die Erwähnung des Buches der Jubiläen4) und die von Schechter nachgewiesenen zahlreichen Berührungen mit demselben, sowie die Benützung der Testamente der 12 Patriarchen, von denen das l) kirkisani, Kit&b alanw&r, ed. Harkavy S. 283. ולוקחים איש את בת אחיהם ואת בת אחותו ומשה אמר אל אחות אמך לא תקרב (2 שאר חמך היא. וםש6ט העריות לזכרים הוא כתיב ובהם הגשים ואם תגלה בת האח את עדות .אחי אביה והיא (ה1א .1) שאר .פימא אצבר אלרבאניו! (* .ספר מהלקות העתים ליובליהם ובשבועותיהם :16,8 (4

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