Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- XIV (1910)
- Issue
- 5 (September-Oktober 1910)
- Date
- 1910-09-01
- Page
- Seite 143 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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143 dem ס׳ התרומה wahrscheinlich dieser Text vorlag. Ich habe bei Steinschneider, Geschichtsliteratur p. 174 bemerkt, dass die betreffende Stelle bei manchen Autoren aus סדר עולם citiert wird. L. hätte wenigstens erwähnen sollen, dass in dieser Hs. p. 41—46 Z. 2 sowie die 4 letzten Zeilen dieser Seite p. 181 Z. 2 v. u. — 184 Scherira angehören, der Rest von p, 46 sowie 179—81 dem סדר תנאים ואמוראים entnommen sind. In dem Capitel über Manuscripte werden, wie oben erwähnt, nur diejenigen behandelt, die nicht einer Ausgabe als Grundlage gedient haben. Zunächst bespricht L. die Wiener Hs. und sucht den Nachweis zu erbringen, dass sie der Pariser als Vorlage gedient habe. Wie sich die in den beiden Hs. befindlichen geonäischen Besponsen zu einander verhalten, wird nicht gesagt. Die Mehrzahl der Beweisstellen erlauben ebensogut den gar nicht in Betracht gezogenen Schluss, dass die Wiener Hs. aus der Pariser copiert sei, ehe die letzte von späterer Hand durchcorrigiert wurde. Indessen Nr. 11 (p. 51) und die p 59 erwähnten Weglassungen dürften hier entscheidend für L.*s These ins Gewicht fallen. Immerhin ist es auffällig, dass Codex Paris wiederholt richtige Lesarten bietet, wo seine Vorlage Fehler hat! Inwiefern die p. 57 f erwähnten späteren Correkturen in Cod. Paris für unsere Frage in Betracht kommen, sehe ich nicht ein. Aus einem Worte zu schliessen, dass dem Correktor der Pariser Hs. neben Codex Parma noch Codex Epstein Vorgelegen habe, ist äusserst gewagt. ט kann aus ע einfach verlesen sein. Die anderen Hs. werden sehr kurz abgefertigt. Bei Codex Epstein, den Neubauer nicht direkt, sondern nach Mitteilungen Halberstam’s benutzte (gegen p. 88), berichtigt L. einige meiner Angaben Zf HB V 54. Einiges finde ich ebenso in meinen Notizen, so החה״ש für החריף und ,במאט statt בואס׳. Von den Cambridger Geniza-Fragmenten habe ich seiner Zeit 7 untersucht und mir notiert, dass 2 davon derselben Hs. angehören, wie dass erste Adlerische Fragment. Man vermisst jede Erwähnung der Hs. zu Damascus, aus der Neubauer p. 187—90 Excerpte mitteilt. Am Schlüsse ־ (vgl. auch p. 10 Anm. 2) verspricht L. für einen anderen Ort den Nachweis, dass sämtliche Hs. auf 2 ältere Quellen zurückgehen, d. h. in 2 Familien zerfallen. Das ist freilich bekannt, hätte aber gerade in den Prolegomena genauer besprochen werden sollen. Es würde sich empfehlen, dass L. in einer Fortsetzung der Prolegomena eine genauere Besprechung der einzelnen Hs. in ihrem Verhältnis zu einander geben und durch Beispiele ihre Lesarten näher charakterisieren und ihren Wert feststellen würde. Vor allem sollten auch die Prinzipien der versprochenen neuen Ausgabe dargelegt werden. Auch könnte der Nachweis über die Unzuverlässigkeit der früheren Ausgaben, auch wo sie nichts weggelassen haben, erbracht werden. Jedenfalls sind die vorliegenden Prolegomena sehr dankenswert und enthalten eine grosse Anzahl wertvoller Bemerkungen, die beweisen, wie gründlich L. sich in seinen Gegenstand ein gearbeitet hat. Er ist durchaus berufen, die schwierige Aufgabe, die er sich gestellt, in gründlicher und befriedigender Weise zu lösen.