Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- XIV (1910)
- Issue
- 5 (September-Oktober 1910)
- Date
- 1910-09-01
- Page
- Seite 136 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2254995-7599504-7600224--2855-2257728- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
-י 136 — FAITLOYITSGH, J., Quer durch Abessinien. Meine 2. Reise zu den Falaschas. Mit 60 Illustr. nach Original-Aufnahmen und einer geographischen Karte. Berlin, M. .Poppelauer, 1910. XV, 188 S. 8°. M. 5. FRAGE, die jüdische, zusammengestellt in der Kanzlei der vereinigten Adelsgesellschaften, (russ.) Petersburg 1910. 139, 294 S. 8°. GLAZEBROOK, M. G., Studies in the Book of Isaiah. London, Frowde, 1910. 376 S. 8°. 5 s. 6 d. GOWOROW, D., Die jüdische Frage, (russ.) Kiew 1910. 37 S. 8°. GRAETZ, H., Geschichte der Juden von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart. BcL 5. Bearbeitet von 'S. Eppenstein. Leipzig 1909. [Genaueren Titel vgl. ZfHB. VII, 7. Graetz grosse Geschichte der Juden wird wohl noch für lange Zeit das Standard Work auf diesem Gebiete bleiben, trotzdem seine Angaben bekanntlich vielfach der Nachprüfung und Berichtigung bedürfen und schon längst in vielen Partieen keineswegs mehr den gegenwärtigen Stand der Forschung darstellen. Das gilt ganz besonders für viele Teile des vorliegenden Bandes, da gerade in der darin behandelten geoneischen Periode unsere Kenntnisse sehr stark bereichert worden sind. Es ist keine leichte Aufgabe, hier Graetz’ Werk auf Grund der Resultate der neueren Forschung auf Schritt und Tritt nachzuprüfen und zu berichtigen und alles Fehlende zu ergänzen. Es ist Eppenstein trotz aller Schwierigkeiten gelungen, das Buch im Grossen und Ganzen wieder zu einem zuverlässigen Führer für die behandelte Epoche zu machen. Er hat sich dadurch kein geringes Yerdienst erworben und kann der warmen Anerkennung der Mitforscher sicher sein. Der neue Herausgeber hat sich seine Arbeit nicht leicht gemacht und fast auf jeder Seite sieht man die Spuren seiner sorgfaltigen Arbeit. Schon in Kleinigkeiten spart er dem Benutzer viel Zeit, in dem er die Citate aus jüdischen Quellen nach den jetzt gangbaren Ausgaben gibt, z. B. bei dem Scherira-Brief nach ed. Neubauer (merkwürdigerweise noch nicht p. 18 Anm. 2), bei Midrasch Tehillim hach ed. Buber u. s. w. Auch neue Quellen wie Noeldeke’s Tabari- Uebersetzung werden fleissig benutzt, und auf Caetani’s Annali di Islam, Dahn’s Könige der Germanen und ähnliche Werke wird öfters verwiesen und Graetz danach berichtigt. Dabei ist jedoch der Text des Buches meist unverändert gelassen. Die Arbeit des Herausgebers beschränkt sich im Allgemeinen auf die Anmerkungen. Ob das berechtigt ist, darüber lässt sich wohl streiten. Doch hat sein Verfahren jedenfalls manches für sich, da die stylistische Gleichförmigkeit des Buches sonst zweifellos gelitten hätte. Allerdings hätte es bei dieser Sachlage sich empfohlen, die Anmerkungen gelegentlich etwas ausführlieber und klarer zu gestalten, wo wesentliche Angaben berichtigt oder ganz neue Tatsachen hinzugefügt werden. Ueber Ben Meir’s Kalenderstreit, die palästinische Akademie des 10. und 11. Jahrhunderts, die Familie des Achimaaz in Süd-Italien und Aehnliches wären eingehentjere Darstellungen am Platze gewesen. Eppenstein hätte eine sehr