Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- XIII (1909)
- Issue
- 3 (Mai-Juni 1909)
- Date
- 1909-05-01
- Page
- Seite 76 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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gleichzeitig von Nacht (lierlia 189״) um! von Groenup (Hertfort ISO(!)1), zuletzt. erschien Kohclot cd. Feinberg (Berlin 1004) und nun erhalten wir, ebenfalls durch Groenup, das noch anstehende Hohelied, von dem bisher nur einige Stellen, die Jellinek, Salfcld und Schechter gotogentlich mitgetcilt haben, bekannt waren. Wahrend aber alle bisherigen Editionen von zum Teil ausführlichen Einleitungen und erschöpfenden Noten begleitet waren, bietet Greenup ausser dem Text nur einige spärliche Varianten, einen Nachweis der zitierten Bibelstellen am Bande2 *) und eine auf einige Zeilen sich erstreckende Vorbemerkung, in der er sagt, dass der Kommentar Tobias hier hauptsächlich auf dom Midrasch Habba basiere und dass man beim Studium desselben noch den Jaikut und den Midrasch Zuta (cd. Bubcr, die gleichzeitig erschienene cd. Schechter ist Agadaih Shir Hashirim benannt) heran* ziehen möge. Greenup hat aber eine der wichtigsten Quellen Tobias übersehen, nämlich den מדרש שיר השירים cd. Grünhut (Jerusalem 1.S07; vgl. dazu Bacher, HEJ 05,230—240). Dieser Midrasch wird sogar von Tobia zu Ex. XI, 9 (ed. Bubcr, p. 60) ausdrücklich genannt: כתוב במדרש שיר השירים על אשה אחת שהטמינה את כנה בראש הגג ומשני שאסר משה ,ומת כל בכור הסבירה היא שינצל על ראש הגג הרגישו בו הכלבים ואכלוהו ובו׳ vgl. dazu ed. Grünhut zu 11,10 (f. 24 a). Hier zum Hohelied benutzt Tobia diesen Midrasch ziemlich oft. So vor allem in dem Exkurs zu I, 3 über die zehn Märtyrer, der sowohl in der Anordnung als auch in vielen Einzelheiten mit ed. Grünhut (hier aber, fob 3 b 7 a, viel ausführlicher) übercinstimmt. Dann noch z. B. zu 1,10 (die Beziehung von חורים auf die verschiedenen, in Lev. und Nuin. enthaltenen הורות); I, 17 (die Deutung von ארזים auf die Frommen mit Bezug auf l\s. 92,13; II, 12 (die Deutung von קול התור auf die Stimme Elias); IV, 12 (die verschlossene Quelle ist die Tora, die der Gelehrte öünet; ״); V. 11 (die Enden קווצותיו, das sind die Enden, wodurch sieb ähnliche Buchstaben von einander unterscheiden); V, 12 (der Vergleich der Augen von Tauben mit den Augen Gottes) 4), usw. usw. Die llauptquelle allerdings ist der Midrasch Habba, d. k. Chazita, und will ich hier besonders diejenigen Stellen hervorheben, wo bei Tobia als Urheber der Aussprüche andere Namen als im Midrasch genannt sind. So zu II, 3, wo Achawa b. Zeira ein Aus- Spruch Azarjas. beigelegt wird, während im Midrasch von Achawa eine andere Deutung angeführt wird*). Zu IV, 11 wird der Ausspruch des 1) Diese Ausgabe erschien nochmals, abor ohne Einleitung, London 1908. Greenup scheint die Ausgabe Nacht’s nicht zu kennen, da er von ihr gar keine Notiz nimmt. 2) Ilinzuzufügen sind noch die Nachweise: 1108. 11,9 (zu p. 68, 1. 8 v. u.) und Dan. 6,19 (zu p. 92, 1. 2, wo lies: .{ובת מות גל נעול מעין חתום. זו התורה שהיא דומה למעיין חתום עד שיבא החכם (• וישתה אותה] שנ׳ תורת חכם מקור חיים וכר]. Vgl. dazu Bacher, ItEJ 35, 233. *) Nach ed. Grünhut kann auch unser Text ergänzt werden: מה היונים הללו משוטטים [על אשיקי מים כך עיניו של הקב*ה משוטטות] בבל הארץ [שג׳ בכל מקום .עיני י*י] צושות רעים וטובים ב״ר זעירא אר מה התשוח הזה משעה שמציץ עד שהוא (* (Var. ר׳ אחוה (אחוא גומר סירו[תיו] נ׳ יום כך משיצאו ישראל ממצרים עד שקבלו התורה גי יום. Im Habba dagegen gründet sich der Vergleich Acha b. Zeiras darauf, dass der Apfelbäum seine Blüten vor den Blättern hervorbringt (התפוח הזה מוציא גיצו קודם לעליו), ueber die verschiedenen Formen des Namens dieses Amoräers vgl. Bacher, Agada d. pal. Amoräer III, 656,