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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1907-07-01 · 4 (Juli-August 1908) · p. Seite 103

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
XII (1908)
Issue
4 (Juli-August 1908)
Date
1907-07-01
Page
Seite 103 (sequence 7)
Language
German
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103 .*11 tun hat.Schliesslich noch einige Bemerkungen *um Glossar. ]Das Wort ״chonte“ stammt viöheicht aus dem Französischen 5״honte“, ״Dawenön“ ist vielleicht aus ״dafenen“ entstanden, das sonach von *דן Blatt gebildet und mit ״blättern“ zu übersetzen wäre. ״Einsparen (sich)“ bedeutet ״(sich) sperren“. ״Greis“ im Sinne von Fehler ist vielleicht . aus גריעותא zu erklären. ״Kalje“ ist nicht aus dem Slavischen sondem aus dem hebräischen בליה abzuleiten, ״Kundas“, ein grober, wilder Knabe, ist wohl das hebräische קונדס, also ein Stock oder Klotz (bildlich). ״Kwenklen“ ist wohl das deutsche ״quengeln“. M’chila hat seine indezente Bedeutung von מחלה Jes. 2,19. ״Petech4‘ hängt viel- . leicht mit פתי zusammen. ״Pulisch“ ist nichts anders als ,.polnisch*4.!Die Vorhalle der Synagoge oder auch der kleine Betraum für Wochentage hiess die ״polische Schul“, weil vielfach polnische Wanderbettler sich dort aufhielten. ,.Stejger4• ist das deutsche ״Steiger*‘ das ״Sangesweise4‘ bedeutet. ״Ubsprechen“ ist absprechen, durch Zaubersprüche wegsprechen. ״Um schtejns gesagt“ als Ausruf des Bedauerns (über sich selbst) bedeutet schwerlich wie im Deutschen, ״dem Stein sei’s geklagt“, sondern ״umschtejns“ d. h. amstehends im Sinne von ״nebenbei*‘. ״Ünsetzen“ ist ohne Zweifel das deutsche ״ansetzen“. In welchem Sinne aber setzt der Bankerottierende seine Gläubiger an? Vielleicht indem er sie mit ihrem Guthaben festsitzen lässt oder indem er ansetzt, wie viel sie von ihrer Forderuug zurückbekommen. ״Wire“ in der Bedeutung ״Lineal4‘ stammt wohl aus dem slavischen wira, das eine Tischplatte oder eine glatte Fläche bedeutet. Dem Herausgeber der Sprichwörtersammlung gebührt höchste Anerkennung und wir zweifeln nicht, dass sein Buch, wie er es wünscht und hofft, die Anregung zu weiteren ergänzenden Arbeiten auf diesem Gebiete geben wird. Gewidmet ist das Buch ״dem jüdischen Volke“. Aber auch ohne dass wir uns in der Beurteilung jüdischer Eigenart und in der Wertung des Jüdischdeutschen den j'üdischnationalen Standpunkt des Herausgebers zu eigen machen, halten wir die Bernstein’sche Sprichwörtersammlung für ein verdienst- . volles Werk, von dem die Sprichwörterkunde im allgemeinen und die jüdische Volkskunde im besonderen Nutzen ziehen, das namentlich dem i י > Kulturhistoriker und Folkloristen, aber auch dem Germanisten manchen Aufschluss und manche Ausbeute gewähren wird. Möge es viele Leser und Benutzer finden. — Porges.] BONDJ, E., Leitfaden zum Religionsunterrichte der israel. Volks- und Bürgerschuljagend. 2. Aufl. 3. TI., für die Oberklassen der Volksschulen u. für Bürgerschulklassen. Brünn, R. Epstein u. Co., 1907. 48 S. 8°. M. 0,60. DUMA, die erste —, über die Juden. Die Reden der Deputierten, (russ.) Petersburg 1908. 16 S. 8 °. Rübl. 0,3. EERDMANS, B. D., Alttestamentliche Studien. I. Die Komposition der Genesis. Giessen, A. Töpelmann, 1908. VHI, 95 S. 8°. M. 2,60. EHRENPREIS, M., Decenij cijonizma. (Ein Dezennium Zionismus.) Zagreb 1907. Kr. 0,30. EPPENSTE1N, S., Zur Würdigung derExegese Joseph Kara’s [Aus: ״Jahrbuch d. jüd.-liter. Gesellschaft.“ IV.] Frankfurt a. % 1907. 32 u, 28, S, 8°

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