Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- XII (1908)
- Issue
- 2 (März-April 1908)
- Date
- 1907-03-01
- Page
- Seite 39 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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39 II. ABTEILUNG. : ־ Der Aasdruckטומו־ in den Handscluriften: des babylonischen Talmuds. Ton W. Bacher. In seiner Notiz über den ״Talmud Jeruschalini za Chullin und Bechorbth.“ (ZfHB. XI, 157 f) giebt Dr. Porges an, dass ״sämtliche Talmud-Handschriften“ überall, wo ־ in unseren gangbaren Äusgahen מומר steht, ausnahmslos daa Wort משומד haben. Mit dieser Angabe steht aber in Widerspruch, was wir aus Rabbinowicz’ Variantensammlung über den Münchener Talmudcodex erfahren. In Aboda zara 26 b findet sich das Wort מומו achtmal in den ersten 12 Zeften. Rabbinowicz giebt kein einziges Mal als Leseart des Codex משומר an. Vielmehr giebt er andere Varianten so an, dass er auch für den Codex die Anwendung des Wortes מומו feststellt: Statt derin den Ausgaben zu lesenden Worte: לתיאבון כאן במומר •אוכל 'נבלות להכעיס bietet der Cod.: להכעיס וכאן במומר אוכל נבלות לתיאבון Statt וקתני מומר hat der Codex': וקרי ליה מומר. Aber beidemal ausdrücklich מומר. Zu מומר אוכל נבילות, Sanh. 27ä, verzeichnet Rabbinowicz keine abweichende Lesart, ebensowenig zu מומר לאכול חלב, Chullin 5 b. Auch zu Chullin 3 a—5 a verzeichnet er nirgends die Lesung משומר statt מומר; nur zur vorletzten Zeile von 3a eine Erweiterung des vorliegendeen Textes, in der das Wort משומד vorkommt. Zur Wörtgruppe 5) חיכי דמי אי מומר לדבר אחר a) verzeichnet R. aus dem Münchener Codex nur die Lesung .אילימא statt אי. Zu derselben Wortgruppe verzeichnet er aus drei anderen Handschriften die Variante האי משומד חיכי דמי אי •מומר וכו׳. In diesen Handschriften ist also מומו neben משומר als dessen Aequivalent angewendet. In Erubin 69a fragt Huna: איזהו ישראל מומר. Dazu giebt Rabbinowicz an, dass im Codex München das Wort ישראל nicht stehe; zu מומר selbst bemerkt er gar nichts; ln der Antwort Nachmans hingegen hat der Codex durchaus משומר für חשוד. Also auch hier ist der Gebrauch der beiden Worte als Synonyme zu konstatieren. Uebrigens verzeichnet Rabbinowicz zu Erubin 69a einige Male die Lesung משומד für מומר Aus einer Handschrift lührt er ebendaselbst (D. S. V. 279. Anjn. מ eine Variante an, in der מומר, nicht משומד steht.