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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1907-01-01 · 1 (Januar-Februar1908) · p. Seite 3

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
XII (1908)
Issue
1 (Januar-Februar1908)
Date
1907-01-01
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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- ä - sei nuii aber bei.' dieser Gelegenheit auf eine Hypothese des bekannten Egyptolögen Narille hingewiesen, der die ganze Frage in ein neues Licht rückt. Nach N. (PSBA XXIX, 232—242) war es in Egypten Sitte, in die Grundmauern von Tempeln alte, besonders auf Ritual oder Recht bezügliche Texte einzufugen und er fragt, ob nicht auch das unter Josia aufgefundene Gesetzbuch ein in die Fundamente oder Mauern vom Gründer des Tempels eingelegter Text gewesen war? (ygl. dazu Grimme, OLZ 1907,610—615, dessen Erklärung von Deut. 29,28 aber sehr gezwungen ist, s.ib.1908, 119ff.).—Samuel Krauss hatzwei kleine Artikel beigesteuert. In dem einen, überschrieben הערות מושפלות לשיר השירים (p. 161—163), bietet er einige Emendationen zum Hohenliede nach brieflichen Mitteilungen Elimelech Besredka’s ausParis. So soll שפתותיו 6,13 שושנים in שפתותיו שנים emendiert werden, mit Berufung auf 4,3. Hier wird aber der Mund mit einem חוט השני, aber nicht mit שנים ver* glichen. Ansprechend ist die Emendation des schwierigen שמתני מרככות 6,12 עמי נדיב in שמתני כרם בת עמינדב. — In einem zweiten Artikel be* spricht K. den in Sota 13 b und in. Onkelos zu Deut. 33, 21 vorkom* menden Ausdruck משה ספרא רבא דישראל (p. 29—34). Es soll hier Mose als himmlischer Schreiber bezeichnet werden, als - die aber nicht nur Henoch-Metatron und Elia gelten, wie K. ausführt, sondern auch noch z. B. Ezra (s. den letzten Yers in IY Ezra). Damit soll nun auch übereinstimmen, dass Artapanus Mose mit Hermes-Mercurius zusammen* stellt, dass Moses Antlitz strahlt, dass er auf dem Nebo begraben ist, was an Nabü, den■ Schreibergott im babylonischen Pantheon, erinnert (vgl. dazu Zimmern in Schräders Keilinschriften u. das A. T., 3 Aufl. p. 899 ff.) usw. Es sind dies also Astralmythen ä la Winckler-Stucken, die aber in unserem FaUe vielleicht nicht ganz von der Hand zu weisen sind. — Schreiber dieser Zeilen liefert die erste zusammen* hängende Monographie über den originellen Freidenker des IX. Jahrhunderts, Hiwi Balchi (חיוי הבלכי, p. 112—137). Zunächst wird fest* gestellt,.dass sein Namen, der in den ältesten Quellen תיויה lautet, Hajjawaihi gelesen werden muss. Dann werden die Ueber* reste seiner 200 Einwände gegen die Bibel gesammelt und befeuchtet und wir<d nachgewiesen, dass er unter dem Einfluss zeitgenösischer islamischer Freidenker und zoroastrischer Polemiker gestanden hak Zuletzt wird nochmals das bekannte bibelkritische Geniza-Fragment ed. Schechter besprochen und wahrscheinlich gemacht, dass sein Yer* fasser, trotzdem er im XI Jahrhundert gelebt, doch vom Geiste Hiwi’s durchdrungen war (s. ZfHB,: L c., 68)* 1). —- H. Brody ediert in ge* wohnter, musterhafter Weise drei Gedichte Mose b. Ezra’s an Isaak ibn Maschkar&n (שירי רמב״ע לר׳ יצחק אבן משכראן, p. 60—75) und ver* sieht sie ,mit einem ausführlichen, an Parallelen reichen Kommentar. Isaak ibn M. gehört zu den vergessenen Dichtern Spaniens und hat sich von ihm nur ein Pijut erhalten (ed. bei Brody-Albrecht, שער *) Diese meine' Abhandlung ist auch besonders erschienen (bei Kauffmann, Fr. a. M.). Bei dieser Gelegenheit seien einige Druckfehler verbessert: p. 108 Z. 13 תמ״ה—תס״ה׳.1 תרמ״ה —תרס״ה; p. 110 Z. 19—20 ist der in Klammern eingeschlossene Satz zu streichen; p. 116 Noten Z. 1 בדעווי 1. ברעווי; p,, i!8 Z. 15 1. אי אפשר לשנותו. Weitere Nachträge und Berichtigungen folgen an einer anderen Stelle.

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