Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- XI (1907)
- Issue
- 5 (September-Oktober 1907)
- Date
- 1907-09-01
- Page
- Seite 145 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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145 mit lasciven Pikanterien mengen (wie sie über Prüderie denken, ersieht man ans Dschäitiz, Kitäb al־bajawän III 12), Tlfaschi dabei noch magische Formeln (Amulette u. s. w. z. B. S. 50 ff der Lithographie) empfifehlt, hält sich Maim. ausschliesslich au die medizinischen Beziehungen des Themas, über das er die von K. herausgegebenen beiden Traktate in arabischer Sprache abgefasst hat, nicht aus eigenem Antrieb sondern im Aufträge fürstlicher Personen, die sich des ärzlichen Rates des berühmten Mediziners bedienten. Die eine, grössere Schrift, die Eroner auf, Grund von Handschriften im arabischen Original ediert, ist dem Neffen S&ladins, dem ajjubidischen Fürsten von Hamät, Taki - al-dln al-Melik al־Mu?affar (st. 1191) gewidmet; der Name des fürstlichen Addresaten der kleineren Abhandlung, die in zwei hebräischen Ueber- Setzungen t (deren eine von Zerachjah b. Schealtl’el angefertigt wurde) mitgeteilt ist, ist bisher nicht eruiert. Die Texte begleitet E. mit einer deutschen Uebersetzung (S. 25—61) und sehr eingehenden Anmerkungen (S. 62—116), in denen er Parallelen aus der talmudischen Literatur nachweist, in sehr sorgfältiger Weise die arabische medizinische Literatur (Avicenna u. a.) zur Vergleichung heranzieht, und sich um die Identifizierung der in den Abhandlungen erwähnten medizinischen Ingredienzien bemüht; ohne Zweifel ein nützlicher Beitrag zur Eenntnis. der Heilmittellehre der Araber und ihrer offizinalen Botanik. Ein Ur־ teil über diesen Teil der Arbeit K.’s fiele in erster Reihe in den Kompetenzkreis meines Freundes Dr. Immanuel Löw. Allerdings hat der Yerf. in seinen Anmerkungen neben vielem wichtigen, auch manches selbstverständliche (z. B. die Anmerk. 1,4,69,69 a, 70, 74 ü. a. Wort־ erklärungen zum arab. T.) und vollends überflüssige (Anm. 60 ibid.) gegeben. In literarhistorischer Beziehung interessant ist der Nachweis der Abhängigkeit des Tifäschi von der nur in hebr. Ueber־ Setzung edierten kürzeren Abhandlung des Maimuni Bei dem ganz eigentümlichen Inhalt der Texte ist es mir natürlich nicht möglich, die Einzelheiten der Nomenklaturen und sonstige Spezialitäten zu kon־ trollieren. Einige Bemerkungen zur Uebersetzung: 26,4 v. u. Ueber־ schrift des XVII. Eap. der arab. Abhandl. ist nicht ,die Treu־ lose, sondern der Gegensatz von ^ג, (also hebr. ״ 27,12;(בעולהgut beobachtete Individualität“ ist unrichtige Wiedergabe vonK^^uJt des Textes; vielmehr ״die (von Gott) bewacht sein möge“ — ibid. letzte Zeile ״zur Vergrösserung seines Nutzens und Vermehren seines Vorteils“; richtig, ״wegen der Grösse seines Nutzens und der Menge seiner Vorteile“; 46,12 v.,u. ^Joist nicht ״der Niedrigste“ sondern s. v. a, hebr. 51,2; הבועל v. u. ״was ja nicht einer lebendigen Seele eigen ist“ ist unverständliche Uebersetzung zu אשר אין לנפש החיונית בה מבוא; richtig ״wobei die animalische Seele unbeteiligt ist“ (sondern die vegetative Seele allein Teil hat); — 52,6 ״bereitstehenden“ .ist nicht richtig; es entspricht dem hebr. המ^ת arabisch wohlHO^aäJt Ohne Mitvergleichung des arab. Originals bieibtdie hebr. Uebersetzung zu 19,16 resp. 13 unverständlich; unmöglich entspricht die deutsche Wiedergabe (52,17) dieser schwierigen Stelle dem auch in der hebr. Uebersetzung verwirrten Sinn des Textes. — S. 102, 20 übersetzt der Verf. unrichtig מכל אדם; der' arab. Text erfordert מכל עבירה;, ibid. Z. 24: das Fragezeichen erledigt sich damit, dass;daS Subjekt, in <צ1ל der Berichterstatter d&r Erzählung ist ^- Intarab. 10