Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- XI (1907)
- Issue
- 4 (Juli-August 1907)
- Date
- 1907-07-01
- Page
- Seite 117 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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117 unterstützen, die bisher grosse Schwierigkeiten hatten, einen סנדק zu finden. Der Verein bestand aus 60 Mitgliedern, von denen jeder in nach dem Lose bestimmter Beihenfolge als סנדק fungierte. Die Mitglieder zahlten einen einmaligen Beitrag von 8 Lire und dann für jeden an den Verein herantretenden ■ 4 בדית Lire. Die so jedesmal zusammenkommenden 240 Lire hatte derjenige, den das Loos traf,, in verschiedenen Baten für den Zweck zu verwenden und zwar 130 vor, 50 unmittelbar nach der Beschneidung, den Best am folgenden פודם und שבועות auszuzahlen. Aus der eigenen Tasche durfte er höchstens 18 Lire an Trinkgeldern ausgeben. Wenn der Vater des Kindes dem deutschen מנהנ beobachtet, am Vorabend Wachslichter anzuzünden, so bezahlt der Verein auch diese. Bei Kindern von durchreisenden Armen wurden nur 150 Lire ausgegeben, der Ueberschuss kam in die Vereinskasse. Wer einmal סנדק gewesen war, konnte nicht aus dem Vereine austreten, bis alle Mitglieder in dieser Eigenschaft fungiert hatten. Seine Erben waren für die Beiträge haftbar. Die Statuten wurden zum ersten Male 1743 veröffentlicht, dann erschienen sie wieder 1771, 1779, 1788ä) und 1791, als gerade zum vierten Male sämtliche Mitglieder fungiert hatten wie aus dem Titelblatt der mir neben der ersten vorliegenden 5. Auflage hervorgeht. Es waren also in 75 Jahren 240 Fälle an den Verein herangetreten. Die Lasten für die Mitglieder wären demnach nicht unerschwinglich.. 1791 ist die Umlage für jeden כדת auf 3 Lire und die auszugebende Summe auf 190 Lire herabgesetzt, wo-, von 10 der Vereinskasse entnommen wurden. Von diesen 190 Lire gibt der סנדק dem Vater am Tage vor der Beschneidung 150, die übrigen 40 gibt er für Geschenke und Trinkgelder aus. Aus der eigenen Tasche, darf er nichts zulegen. Hinzugekommen ist die Bestimmung, dass, falls das Haus wie häufig baufällig ist, der Vorstand für einen geeigneten Platz für die Beschneidung zu sorgen Darstellung der Klagepunkte in einem seit 1595 schwebenden Processe zwischen den consorti Fano Ebrei und dem Marchese Guerrieri von dem Advokaten Julius Viva. 2) Scrittura di fatto e ragiöne nella• causa di sciogiimento di matrimonio promossa dall’ Ebrea Ricca Sullam contro l’ora neofito Ferdinando Amalia Bassani di lei marito. Mantua 1783 (84 S. 2 °). Als Verfasser unter• zeichnet der Advokat Giuseppe Marini. 3) Eine Aeusserung des Rabbinats in Bezug auf sechs ihm vom Gerichte anlässlich eines EhesCheiduhgsprozesses vorgelegte Fragen (6■ S. 2 0 ohne Titel) unterzeichnet am 14. April 1783 von Isdrael Ghedel a Cases, Rabbino; Consol Vita Sacerdoti, Archipace Vivanti, Bonajnt Isac Levi, Mitglieder des Rabbinats (uno dell’ Academia) und Zara Jacob Sacerdoti, stellvertretendes Mitglied (pur uno dell’Academia). Beginn: In venerazione di quanto degna commetterci ... *) Rabbinovitz Cat. IV Nr. 129 gibt das Jahr תקמ״א; es muss ent• weder wie in Cat. HI Nr. 78 תקנ״א oder תקט״ח heissen.