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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1907-03-01 · 3 (März-April 1907) · p. Seite 46

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
XI (1907)
Issue
3 (März-April 1907)
Date
1907-03-01
Page
Seite 46 (sequence 14)
Language
German
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46 (6. 10) aas städtischen Resolutionen, dass R. David Cohen de Lara, damals in Leiden, im Jahre 1661 bei der Gr. städtischen Behörde um Zulassung von Amsterdamer portugisieschen Juden nachsuchte. Dieses wurde unter der Bedingung erlaubt, dass sie keine Synagoge haben dürfen. Dass der Groninger theol. Prof. Braun einen ״Hausjuden“ für seine Studenten hatte war aus Schudt, jüd. Merk. I, 315 bekannt. Ein weiterer Nachweis hierüber ist ein hebräischer Brief des Isaak Hacohen Wahl aus Amsterdam vom Jahre 1662 an Braun, worin das Ersuchen Wahrs sich unter den Auspicien des Professors in Groningen zu domicilieren. Dieser inseressante Brief wurde aus der reichen Brief- Sammlung der Leidner Univ. Bibliothek in n 0 141 (Juli 1906) des Monatsblattes Achawa (Amsterdam) veröffentlicht. Der Erwähnung wert wäre auch in diesem Zusammenhang der hebr. Briefwechsel des Prof. Jacob Alting (in Groningen von 1648 bis z. s. T. 1679) aus den Jahren 1660—1661 mit dem Amsterdamer Correktor (cf. Stein. C. B. n 0. 7662) . Abraham Senior Corronel, der nicht nur einige bibliographische Data enthält, 80ndem auch die Missionstätigkeit dieses Groninger Professors beleuchtet Diese hebräische Briefe (die auch bei St. ZibB. 1 S. 114 fehlen, finden sich am Schlüsse von Alting's Fundamenta punctationis linguae sanctae. Fr. a, M. 1746. (Vielleicht nicht in allen Exemplaren oder Ausgaben?). Noch einiges sei hier aus der Groninger Geschichte erwähnt. Am 6. Sept. 1710 beschloss man die Juden aus der Stadt zu verweisen. Es waren nämlich nach den Verfolgungen in Polen in 1666 viele dortige Juden nach Groningen und Umgegend gekommen, die sich, da die Gilden für sie geschlossen waren, auf den Trödlerhandel gelegt. Hierbei kam es einmal vor, dass ein Jude Waren gekauft hat ״von jemanden, der kein Ursprungscertifikat geben konnte41, wie Mendels sich (S. 13) euphemistisch ausdrückt. Daraufhin wurde natürlich kurzer Hand beschlossen alle Juden auszuweisen. Hierbei spricht Mendels auch noch von 3000 Juden die in 1666 auf der Insel Texel gelandet, obschon es gewiss 300 heissen muss und die grosse Zahl vermutlich nur auf einen Druckfehler zurück zu führen ist (Cf. meine Losse bydragen tot de Geschiedenis der Joden in Amsterdam. II in Centraalblad vor Israelieten XV (1900) n 0 48. Ein höchst interessantes Faktum vernehmen wir auf S. 55 u. f. Nach den politisch veränderten Zuständen, bestimmte die holl. Verfassung von 1798, dass der Wert der reformierten Kirchenbauten, die früher für diese Staatskirche aus allgemeinen Mitteln gebaut waren, nach Taxation von der reformierten Gemeinde an die Städte ausbezahlt werden sollte. Die Summe wurde im Verhältnis der Seelenzahl an die anderen Religionsgenossenschaften verteilt und so wurde der jüdischen Gemeinde als Anteil für. die Martinikirche ca. 100 und für die A-Kirche 221 Gulden angeboten. Die jüdische Gemeinde beschloss jedoch einstimmig das Geld nicht anzunehmen und überliess es der reformierten Gemeinde. Bei dieser Gelegenheit .erfahren wir auch die Zahl der Groninger Juden im Jahre 1798. Es waren im im Ganzen 396. Zum Schlüsse noch einige Kleinigkeiten, die nachzutragen wären. Nach der Pulverschififsexplosition in Leiden (12. Januar 1807) wurde auch von dem damaligen OR. Samuel Berenstein am 26. Januar 1807 in Groningen eine deutsche Predigt gehalten, die in holl. Ueber- Setzung von S. J. van Coevorden unter dein Titel; Leerrede over Ps. 112,9 etc. Groningen 1807 8 0 erschien. Der OR. 8. J. Rosenbach publicierte: De Bever, inhoudende de 18 geloofeartikelen der israelitische Godsdienst. Groningen J. Oomkens 1832. 28 S. 8°. Der Verfasser hatte 68 deutsch geschrieben tmd sein Söhn J. S. Rosenbachr Sekretär

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