Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- XI (1907)
- Issue
- 3 (März-April 1907)
- Date
- 1907-03-01
- Page
- Seite 45 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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45 V (1855) p. 10—17 ein Aufsatz: ״Jets over de Geschiedenes der 14raelieten in Friesland en Groningen4 steht. Im allgemeinen sind seine Quellen die städtischen und provin. Archive, sowie das der jüdischen Gemeinde. Hebräische Quellen, und das wären hier Grabschriften und Inschriften der alten Synagoge, werden nicht herangezogen. Doch erfahren wir, ausser der äusseren politischen Geschichte der Gemeinde, gelegentlich die verschiedenen Oberrabbiner von Groningen, die in Slyper’s Artikel Netheriands (Jew. Eneycl. IX, 230) gerade bei dieser holländ. Provinz fehlen. Eine Liste derselben sei darum hier kurz zusammengestellt. R. Isaak Joseph Cohen 1754—1788; Levi Hartog Geloga [nach Mendels wahrsch. Glogau] 1790—1798; R. Isaak Lemming 1800—1801; R, Samuel Berenstein (früher OB. von Hannover und später von Leeuwarden und Amsterdam) 1802—1809; B. Abraham Isaaks fben Isaak] Deen aus Kopenhagen 1811—1821; R. Salomon Joseph Bosenbach, erst Dajan 1821—1824, dann OB. 1824—4848. Nach seinem Tode war der Leeuwarder OB. B. Dusnus Babbinatsverweser bis zur Ernennung am 7. September 1852, des Fuldaer Rabbiner Dr. Jacob Bosenberg, der im folgenden Jahre installiert wurde, [vgl. Installatie von Dr. Jacob Bosenberg tot Opperrabbyn van de Provincie Groningen op 24. Mai 1853 Groningen, J. S. Oppenheim 1854. XIV, 48 S. 8 °]. Dr. Bosenberg wurde Ende 1861 das Babbinat gekündigt Mendels will (S. 86) dieses verteidigen, indem er schreibt, dass ein Collegium wie das der damaligen Pamossim gewiss keinen ungerechten Beschluss gefasst habe. Wir hörten von Zeitgenossen auch schon anders urteilen. Dr. Bosenberg, der aus einer der angesehensten jüdischen Familien im Rheinland stammte, war ein ebenso gebildeter, wie gelehrter Mann. Wenn er mit der Groninger Gemeinde nicht harmonisierte, braucht dieses nicht gerade an ihm gelegen sein. Die Groninger und auch die dortigen Juden, sind ja als *styfkoppen4 (harte Köpfe) bekannt. — Dann folgte wieder ein Interimat des Jüeppeler Rabbiners I. Hillesum, bis am 2. Mai 1888 OB. A. von Loen gewählt wurde, der bis zu seinem Haager Okt. (Nov. 1903) das Amt wahrnahm. Von den verschiedenen OB. vor 1848 ist wenig zu berichten. Aus ihrer Groninger Amtszeit ist mir auch keine Approbation bekannt. Nur fand ich in Moses Edrehi’s יד משת Amsterdam 1809 (cf. Boest-Bosenthal 321) eine Approbation des B. Elia Zebi Hirsch, erwählten OB. von Gr. am 15. Schebat 569 (1809) in Amsterdam ausgestellt. Es scheint also, dass dieser, wohl mit dem späteren OB. von Rotterdam B. Elia Zebi Hirsch ben Casriel (1815-1833) identisch, seine Stelle nicht angenommen oder vielleicht nur Babbinatsverweser war. Bei Mendels wird er nicht erwähnt. Im allgemeinen gleicht die Geschichte der Juden in Groningen der anderer holl. Städte. Der älteste urkundliche Nachweis ist vom 30. Oktober 1573• Vor dieser Zeit sind überhaupt Berichte von-Juden in Holland äusserst spärlich. Mendels bespricht diese kurz in der Einleitung, hierbei hätte über die Juden in Brabant am Ende des XIII. Jahrh. auf Aronius, Regesten n 0 770 verwiesen werden können, über Arnheim auf den gründlichen Artikel Yredenburgs in der Jew. Encycl. II, 129— 181 und über Nimwegen auf H. D. J. van Schevichhaven’s Jets over de Joden te Nymegen, in seinen gesammelten Aufsätzen (Nymegen 1901) S. 25-41. Auch ein wenig bekanntes Supplement Koenen’s zu seiner Geschichte, mit den Titel: Lotgevallen der Joden yooral in de Nederlanden, Arnhem 1847 18 S. 8« (ursprünglich in Bydragen voor Yaderl. geschiedenis en oudheidkunde YI) wäre zu nennen. Aus der Geschichte selbst ist sicher von allgemeinem Interesse der Nachweis