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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1907-01-01 · 1 (Januar-Februar 1907) · p. Seite 29

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
XI (1907)
Issue
1 (Januar-Februar 1907)
Date
1907-01-01
Page
Seite 29 (sequence 29)
Language
German
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— C29 Kapparas (vgl. b. Kerith. 8a oben): אורני דאה דפרכי לדופן כשרה ערוגה לדופן ■ אם •יש מכה בדופן •מדופן פרט ואם לא דאה היא דאינקב (sic) דפרכי וטריפה רבי נחמיה בדק בפושרין. י Die halbaramäische Diktion dieser Baraitha ist schon an sich auffallend, jedoch steht sie innerhalb der neugefandenen Jeruschalmi- Traktate nicht vereinzelt da; diese bieten auch sonst aus Hebräisch und Aramäisch .gemischte Texte, auch solche tannaitischer Herkunft dar. Aber merkwürdig ist der Umstand, dass was in dieser Baraitha am Schlüsse im Namen des 'Tann alten Nechemja ausgesagt wird: בדק בפושריך (es ist immer פושדי gedruckt), im babylonischen Talmud, Chullin 48a, als Praxis eines gleichnamigen babylonischen Amora des 4. Jhdt. bezeugt ist (רב נחמיה בדיה דרב יוסף בדק להבפשוד). Jedenfalls ein sonderbares Zusammentreffen! Um diese ׳ Bemerkungen nicht ins Ungebührliche auszudehnen, breche ich hier ab, obwohl ich noch mancherlei auffallende Einzelheiten hervorheben könnte. Hoffentlich wird der neue Jeruschalmi- Text von berufener Seite auch nach seinem wesentlichen Inhalte, den halachischen Erläuterungen und Diskussionen untersucht und auch die 5Handschrift, wenn sie zugänglich sein wird, einer genauen Prüfung unterzogen werden. Dem Herausgeber ist es gelungen,sich schon während des Druckes durch Zusendung der Bogen die volle Anerkennung zweier Autoritäten aüf dem Gebiete der Litteraturforschung zu erwerben. Es ‘ sind das Prof. S. Schechter in New-Tork, der, wie bereits erwähnt wär; die der Ausgabe zu Grunde liegende alte Handschrift für die Bibliothek seines Rabbiner-Seminars zu erwerben bereit ist, und der unvergessliche Salomon Buber s. A., der zur Einleitung des Verfassers einen, wertvollen Beitrag geliefert hat: eine; Zusam- Stellung der Zeugnisse über das frühere Vorhandenseins des Jeruschalmi züKodaschim und der darüber geäusserten Ansichten. Einen zweiten Beitrag Bubers bilden Erklärungen von Fremdwörtern und sonstige Bemerkungen, die der Einleitung als Anhang beigegeben sind. ,DerBrief Bubers, der dem-erstenBeitrage vorauggeht,trägt kein Datum; er ist wohl nicht lange vor seinem Tode geschrieben. Am Schlüsse des Bandes (p. 40 b—47 a) stehen ■zahlreiche Bemerkungen von Schalom Mordechai ha-kohen, Rabbiner inBrzezany. An derSpitze des Bandes folgen nach der Widmungan S. Schechter, M. Güdemann und S. Buber A,p,probationen. mehrerer Rabbiner Galiziens und Ungarns. Der Band ist,, abgesehen von der oben hervorgehobenen Nachlässigkeit des Textes selbst, ausserlich sehr gefällig ausgestattet. ׳ Ein Verleger ist nicht genannt; öffenbar ist das Werk nur direkt vom Herausgeberzu beziehen, der auf dem deutschen Titelblatte auch seinen-gegenwärtigen Wohnort nennt: Szatmarhegy (Ungarn). Budapest, Anfang März 1907. - ״

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