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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1907-01-01 · 1 (Januar-Februar 1907) · p. Seite 22

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
XI (1907)
Issue
1 (Januar-Februar 1907)
Date
1907-01-01
Page
Seite 22 (sequence 22)
Language
German
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דת, די ,(משום הידור מצה ומצוה בזמנה. Ueber קמח ושכר של ישר שמכרו לגוי קודם הפסח heisst es: שאם יש כלום •הערמה בדבר שעשה עם הגד אסור לעשות כן ... ו׳א׳ע׳ם שרבינו ר׳ יצח׳ אט׳ מה שקנה עבד קנה רבו וכן עשה מעשה דדב ר׳ שלמה בוורמישא כמושלמים (?)(1שמכרו שכר וקמח של ישר לגד . . . אצלם (?) נתנם הפשיטים משל עצמו ולאחר הפסח חזרו וקנו מידו מה שנשמר בידו. . שבת דו״ט במגנצא אין אומ׳ אבות במנחה ולא במדי סליקין. Auch ein slavisches Wort (בלשון כנען) wird zur Erklärung herangezogen: ובמרור בל׳יכ זןרן, böhm. kren, Meerettig. Kat. Völlers N, 1104. Nach der Unterschrift, meint Vo., heisst das Werk ס׳ שנים עשר und soll in 75 פרקים zerfallen. Im Titel-Index bei Vo. S. 479 wird darum auch ein ס,) שנים עשר) aufgeführt. Ein höchst ergötzlieber Irrtum, aber auch eine unerbittlich scharfe Kennzeichnung der Unwissenheit, die ihrem Verhängnis nicht entgeht. Ob es ausser auf dem Gebiete des Hebräischen auch noch anderswo, z. B. bei der wissenschaftlichen Beschreibung einer lateinischen Handschrift möglich wäre, dass ein Bruchstück ohne Titel, das mit der Unterschrift schliesst: Explicit über XII, complectens capp. LXXV, etwa so katalogisiert würde: Nach der Unterschrift heisst das Werk Liber Duodecim und soll in 75 Capitel zerfallen? Ich habe die hebräische Handschrift Nr. 1104 bis jetzt noch nicht zur Hand genommen, ich verzichte auch absichtlich auf den Augenschein, um zu beweisen, dass der Kundige in dem zwölften Buche, das in 75 Kapitel zerfallen soll und הלכות enthält, sofort ein Bruchstück ausMaimonides Mischne Thora, das aus 14 in פרקים eingeteilten Büchern besteht, vermuten wird. Diese sich aufdrängende Vermutung aber wird durch die 75 פרקים des ס, שנים עשר bei Maiinonides zur vollen Gewissheit. Ich mache es Vo. nicht zum Vorwurfe, dass ihm die Angabe des Buches und der Capitelzahl nicht schon genügt hat, um die Hand-- schrift richtig zu erkennen. Aber wer an die Beschreibung hebr. Handschriften sich, heranwagt, darf nicht ס׳ שנים עשר als Titel des Werkes angeben und muss im Stande sein, ein handschriftliches Stück von Maimonides Mischne Thora, auch wenn der Titel fehlt, auf dem Inhalte zu ׳ agnoscieren. Denn gerade dieser halachische Codex unterscheidet sich von allen anderen ähnlichen Werken namentlich durch zwei hervorstechende Vorzüge; die jedes seiner Bücher unverkennbar aufweist: eine bewundernswerte An- und Einordnung des Stoffes und eine klare durchsichtige Sprache, ein׳ meisterhaftes, leichtflüssiges und. leichtverständliches Neuhebräisch. u (Fortsetzung folgt) *) Der Name .משולמים• findet sich in den Iuschriften des alten, jüd. Fried• hofes in Wien (Wien 1865) N*• 179, 197, 304.

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