Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- X (1906)
- Issue
- 6 (November-Dezember 1906)
- Date
- 1906-11-01
- Page
- Seite 169 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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169 :setzen (siehe Halevy, Dorot III 282; Bacher in Jew. Encycl. s. v. Gaon V, 671). P. 34 wird im Namen Basnage,s Salomon ״der Wahnsinnige“ (״the Lunatic״) zitiert, während Basnage’s ״Lunätique“ 2 ed. VIII p. 422), trotz des gleichen Fehlers des alten englischem Uebersetzers Thomas Taylor (London 1708 vol. VIT. p. 630 § XVI ״Lunatick״) durch ״Solomon of Lunel״ wiederzugeben gewesen wäre, um Missverständnisse zu vermeiden. P. 29 und 34 liesSimson statt Simon, the Eider; p. 62 Auf welcher Quelle beruht die Angabe, dass die Ehe Eliezer’s mit Bachei, einer Tochter Raschi’s unglücklich war? P. 66 , lies April statt May to Jüly; die Judenexzesse in den Bheinlanden 1096 begannen mindestens schon Mitte April; ib. ist noch die Zahl der im ersten Kreuzzug umgekommenen Juden in traditioneller Uebertreibung auf 10000־ angegeben, wo es höchstens 4000 heissen sollte (siehe Aronius, Regesten p. 82); p. 68. Zu der Behauptung, dass Raschi von den damaligen Leiden der Juden nichts wusste, ist die Andeutung zu vergleichen, die Berliner (Beiträge p. 53) in Raschi zu Jes. 53,9 findet, p. 76 figuriert Saadia neben R. Nissim als hervorragender Talmuderklärer; p. 83 ff. in der Aufzählung der Raschi bekannten Werke, ist Sifre Zutta, Sabbatai Donnolo’s Kommentar zum Sefer Jezirah, Saadias Azharot und Machir ,ben Judah’s Alphabeta zu ergänzen; die Rabbot sind apf Gen. rab. und Levit. rab. einzuschränken, Koh. rab.» ist zu streichen und statt der Pesiktaist beide Pesikta zu setzen; p 106 das Targum zu den Hagiographen war Raschi sicher unbekannt; p. 139 hätte zu Raschi’s Textkritik des Talmud Max L. Margolis, Kommen- » tarius Isaacidis, quatenus ad textum Talmudis investigandum adhiberi possit, Tractatu Erubhin ostenditur, New York 1891, berücksichtigt werden können; p. 149 ״Was man am wenigsten bei einem Talmudisten zu finden erwartet, ist geschichtliche Wahrhaftigkeit“ (veracity) — soll heissen ״geschichtlicher Sinn“. P. 160 wird Raschi’s biographische Kenntnis der Tannaim und Amoraim in folgender Weise übertrieben: ״Er konnte die Biographien von ihnen allen, ihr Geburtsland, ihre Lehrer und Schüler, Zeit und Schauplatz ihrer Tätigkeit•; p. 164 wird die bisherige Deutung des in einem Responsum (Ozar Nehmad II 177 unten) vorkommenden קבלון Cavaillon als falsch zurückgewiesen und mit Chälons-sur Säone in Burgund wiedergegeben. P. 248 gilt Jehudai Gaon noch möglicherweise als der Verf. von Halakot Gedolot. Zum Schlüsse möchte ich noch bemerken, dass der Titel des jüngst von Buber herausgegebenen ספר האודה nicht Sefer Ha-Orah, ״Buch des Lichtes zu lesen . ist, was der Bescheidenheit Raschi’s oder seiner Schüler wenig entspräche sondern. nach Mischnah Schebiit I, 2 (מלא האודה וסלו חוצה לו) vgl. Bacher, Aus dem Wörterbuche Tanchum Jeruschalmi3 p. 67. Sefer Ha-Oreh (= ״ (המלקטBuch des Sammlers“, worauf mich M. Friedmann in einer privaten Mitteilung aufmerksam gemacht hat. Das Sammeln von דינים kann sehr wohl mit dem Sammeln von Feigen verglichen werden (vgl. Erubin 64 a unten נמשלו דברי תורה בתאנה). — Max SM0e8singer-Cmc\1m2it\]. MOSE ben Maimünis Mischna-Commentar zu Traktat Kethuboth (Abschn. 1X־^XI). Arabischer Urtext auf Grund von zwei Handschriften zum erstenmale herausgegeben mit verbesserter hebräischer Uebersetzung, Einleitung, deutscher Uebersetzung, nebst kritischen und erläuternden Anmerkungen von Leopold Nelenzahh Diss. Bern 1905. 55 S. 8°.