Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- X (1906)
- Issue
- 6 (November-Dezember 1906)
- Date
- 1906-11-01
- Page
- Seite 167 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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KLOSTERMANN, A., Der Pentateuch. Beiträge zu seinem Yerständnis und seiner Entstehungsgeschichte. Neue Folge. Leipzig, A. Deichert Nachf., 1907. VI, 583 S. 8. M. 10. KRAUS, 0., Socialismus und Zionismus (russ.) St. Petersburg 1906. 23. S. R. 0,07. KREMENSKOJ, N. E., Der Weg zur Lösung der Judenfrage, (russ.) Charkow 1905. 13 S. 8°. Rub. 0,10. KRUEGER, P., Philo und Josephus als Apologeten des Judentums. Leipzig, Dürr’sche Buchh., 1906. IV, 82 S. 8°. M. 2. LANDAU, C. R., Unter dem jüdischen Proletariat, (russ.) Odessa, Kadimah, 1905. 56 S. 8°. R. 0,15. LEO: Zionismus und jüdische Frage, (russisch). Petersburg [1906]. 40 S. J 6 י. Rub. 0,10. LIBER, M., Raschi, translates from the French by Adele 8eolä\ Jewish Publication Society of America 1906. [Titel s. oben S. 76. Das vorliegende Werk bildet den zweiten Band einer von der Jewish Publication Society of America geplanten Serie von Biographien hervorragender Juden, deren erster Band, eine Bio• graphie Maimonides (von Yellin und Abrahams), enthaltend, bereits vor 3 Jahren erschienen ist. (Siehe Jahrg. IX dieser Zeitschrift p. 176). Diese Monographien verfolgen einen popularisatorischen Zweck. Während nun über Raschi’s Leben sich nur sehr schwer populär und doch geschichtlich treu schreiben lässt, weil wir zu wenig davon wissen und selbst dieses wenige wiederum vorzugsweise die Geschichte seiner Studien betrifft, — Herr Liber freilich sollte viel mehr von Raschi’s Leben wissen, da nach Jhm die Schüler einen wahren Kult mit dem Meister trieben, nichts, das diesen betraf, unbeachtet Hessen, sondern sorgfältig und pietätvoll auch die unbedeutendste Handlung oder Be• wegung aufzeichneten: an welchem Tage sie ihn gesehen, unter welchen Verhältnissen, wie sein Befinden damals war und wie er sich bei Tisch benahm4* (p. 169) — so kommt die Aufgabe, Raschi’s litterarische Tätigkeit für ein Laienpublikum darzustellen, dem man erst in einer langen Note (p. 252) auseinandersetzen muss, was Talmud und talmudiscbe Literatur sei, ungefähr der Quadratur des Zirkels gleich. Dass eine populäre Raschimonographie ein Unding sei, wird durch Liber’s Buch ad oculos demonstriert. Darüber kann auch die Quantität des Gebotenen (278 Seiten) nicht hinwegtäuschen, die einerseits durch eine ganz unverhältnismässig weitläufige Behandlung nebensächlicher Gegenstände vgl. z. B. über den Wert des Gesetzes im Judentum p. 23—25 über Kindererziehüng bei den französischen Juden des Mittelalters p. 39—43, über jüdische Hochzeiten im Mittelalter p. 62—64, über die wahre Natur der Kreuzzüge p. 64—68; vgl. ferner im dritten Teil des Buches (Ueber den Einfluss Raschis p. 188—221 die langen biographischen und literarhistorischen Bemerkungen über Autoren, die zu Raschi’s Werken im Mittelalter oder Neuzeit in Beziehung standen) sowie andrerseits durch einen unangenehmen, breitspurigen und geistreichelnden Styl erzielt wird. Dieser Styl muss übrigens Herrn Liber so vollendet und mustergültig erscheinen, dass er dem Style Raschis