Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- X (1906)
- Issue
- 4 (Juli-August 1906)
- Date
- 1906-07-01
- Page
- Seite 116 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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- m - Plantayit sagt also ausdrücklich und zwar mehrmals, Leo wät sein Lehrer. Aus den Citaten erkennt man, dass Leo sein .Hauptlehrer in diesen Dingen war.. Wohl sagt Modena nur, sowohl in seinem Divan No. 283 (cf. Briefe und Schriftstücke 164,,Anm. 2) als auch in seinem italienischen Briefe an Plantavit, den Luzatto in Jost’s Annalen 1115 in deutscher Uebersetzung mitgeteilt hat, PI. Labe sich mit ihm mehrere Tage über hebräische Sprache unterhalten, als sie in Florenz sich aufhielten, und dass sie sich in Venedig wiedersahen. Doch hat Luzzatto, auf den sich St. beruft) aus der letzteren AeusseruDg mit Unrecht gefolgert, dass Leo nicht der Lehrer Plantavits war, denn es ist von Seiten Leos nur Höflichkeit, wenn er seinen Unterricht bloss als ״Unterhaltung über die hebräische Sprache“ und als ״Wiedersehen in Venedig“ charakterisiert. Bei seiner Behutsamkeit ist es auch nicht auffallend, dass er in der Aufschrift zu seinem Lobgedichte auf Plantavits Werk ebenfalls nur von ״Unterhaltung über hebr. Sprache“ redet.. Er trug auch sonst grosse Scheu vor dem Gerede der Leute, deren!Rabbiner er war. Uebrigens mag er nach 30 Jahren. sich nicht mehr genau erinnert haben, was uns indess nicht wahrscheinlich dünkt. _ Man bedenke ferner,, dass PI. auf Grund einer nur einige Tage dauernder Bekanntschaft Leo keine Professur in Paris1 2) angeboten hätte. Höchst wahrscheinlich hat Leo auch die Anregung zum Florilegium gegeben und so manches wird von ihm stammen,. So sagt z. B. PL No, 560 und sonst vom Alschich ״celebris Scripturae mterpres“. (cf. auch No. 610), was an Leos Aeusserung erinnert; ״der;Kommentar des Alsch. sei sehr begehrt“ (Briefe p. 97). PL pflegte; wie aus mehreren Stellen seiner Bibliotheca hervorgeht, bei den Jüden änzufragen, welche hebräische Bücher sich eines grossen 'Rufes erfreuen.?) Er kaufte auf ihren Rat Bücher und Handschritten, von welch letzteren er auch solche besass, die er nach eigenem Geständnis nicht lesen konnte.3) Dass er in der Vorrede erklärt, er ermuntere Niemand zum Studium des Rabbinischen, mag Vorsicht sein, und die Aeusserung ״sed haec mera sunt Rabbinorum delirja“ ist ihm auch nicht zu verübeln. Auffallend ist jedoch, dass er die Juden in einem Zusammenhänge, wo eher Dankbarkeit am Plätze gewesen wäre, als ״treuloses Volk“ schilt.' J) Vielleicht in Lodtive, das Lutetiae. Parisiprum genannt Wird. 2) Cf. Ko. 777: ״ quae ab hodiernis Hehraeis maxime commendantnr*. Aehnliche Aeussernngen finden sich auch sonst. ״) Ko. 649, fol. 627: ״Kos manuscriptum illius exemplar (דזיאל הגדול] habemus, sed charactere ita, lectu difficili ut fateamus nos ipsum legere non posseH. Ein kcvd חשן kaufte er in Venedig (Ko. 190).