Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- X (1906)
- Issue
- 3 (Mai-Juni 1906)
- Date
- 1906-05-01
- Page
- Seite 92 (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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nicht ein Jude, wie Herr Belasco (Jew. Qu. Rev. XVII, 43) annimmt. Gelegentlich sei auch bemerkt, dass ffibn Zaled“ (das. p. 30,41) ein Lesefehler זלד für יליד, also abu‘l-Walid Averroes ist. 98.. ״Zwei kleine Dante-Studien von Franz Delitzseh fand ich citirt, doch wohl aus einer Zeitschrift. Die Angabe derselben wäre erwünscht.1) [Herr Dr. Marx bemerkt mir, dass Miscelle 63 in Jahrg. IX, 120 (Limoges) schon als n. 17 in TI, 159 gedruckt sei, .[כרוך מזכיר נשכחות Der Midrasch Agar des Menachem di Lonzano. Soviel ich weiss scheint die Existenz dieses Buches, das Lonzano gedruckt hat, in Zweifel gezogen worden zu sein. Weder Steinschneider noch Ben-Jacob haben etwas darüber. Der letztere verweist nur auf das Buch von Josef Schwarz, der es ziemlich vage zitiert. Ich habe auch sonst vergebens nach genauer Angabe darüber gesucht und nun ist mir durch einen Zufall das Titelblatt, welches zugleich das erste Blatt des Buches zu sein scheint, in die Hände geraten. In meiner Hs. No. 96, welche den Tachkeinoni des Alcharizi enthält und schon im Jahre 1360 der Synagoge des Ezra in Babylon geschenkt worden ist, fand ich auf der innern Seite des Deckels ein Blatt aufgeklebt welches sich bei genauer Einsicht als das erste Blatt des angezweifelten Werkes herausstellte. Die Einleitung war sichtbar. Mit vieler Mühe ist es mir gelungen, das Blatt abzulösen und, glücklicherweise, stellte es sich heraus, dass die angeklebte Seite das Titelblatt war. Auf diese Weise wurden nicht blos die Fragen, die sich auf den Inhalt des Buches beziehen, einigermassen gelüst, sondern es ist auch ein wertvoller Beitrag zur Geschichte der Druckereien im heiligen Lande. Diese Sammlung enthielt die Baraitha des Rabbi Eliezer, die wohl einen Teil des Midrasch Agur ausmachte, wie aus der Einleitung, soweit sie erhalten ist, zu ersehen ist. Ferner die Baraitha der Stiftshütte und andere ähnliche kleine Midrashim, die Lonzano herausgegeben hat. Noch viel interessanter sind Druckort und Drucker. Das Buch ist in צמת Safet und nicht עין זיתון gedruckt worden, und zwar im Jahre 1587, wohl einer der ersten hebräischen Drucke in Palästina, in der Druckerei des Abraham, Sohn des Ishak Aschkenazi. Der Setzer und Drucker war Eliezer, der Bruder des Druckereibesitzers, und das Titelbatt hat sogar eine Drucker- Marke, ein vorzüglich ausgeführter gekrönter Löwe, der den besten Drucken in Venedig in der Ausführung Ehre machen würde. Auch steht der Druck an Schönheit der Typen und sonstiger technischer Ausführung den Konstante nopeler und Salonik-Drucken nicht nach. Unzweifelhaft haben die Aschkenazis, die vorher Drucker in Konstantinopel waren, die Typen von dort nach, Palästina gebracht. In der Einleitung finden sich auch einige biographische Not'zen über Lonzano und seine Beziehungen zu dem Arzte Joseph Abudarham in Konstantinopel. Wir erfahren, dass er sich schon seit lange mit dem Gedanken der Herausgabe dieser Schriften herumgetragen hatte, dass er die Hss. nicht *) [S. Abdruck aus ״Zeitschrift für kirchliche Wissenschaft und kirchl. Leben. Herausg. v. Chr. E. Luthardt. 9. Jahrg. (1888) Nr. 1.) Fr,