Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- IX (1905)
- Issue
- 5 (September-Oktober 1905)
- Date
- 1905-05-01
- Page
- Seite 150 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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150 suncken, so motestu werden tho eynem solthsteyne, alse Lottes wiff wardt dare umme, dat sse sick umme sagh, so mote dick vorslinghen de erde, de dare yorslangk Dathan unde Abiron, Oreb unde Thore, sso mothe dyck yo bestaen de malatzsche sacke, de dare bestant Naamach van Ziroch. Szo sweresta by dere kraft, de Josae der sunnen ghebodt, dat se stille stände, wente dat he sick wroke avere syne vyende tho Gabardt. unde dyne erde nummer kome mancket ander erde, unde dat dyn wiff unde dyn gesiechte unde dyne kindere nummer en körnen mancket Abrahammes hindere, unde dat dusse eydt, den du swerest, hire vore, recht sy des N., also helpe dick Adonay Adonay etc.“ Hänselmann bemerkt zu obigem ״Judeneide‘( (S. 75): ״Manche Anklänge an die hier vorliegende Formel finden sich in einer andem, die Fr. Holtze, Das Strafverfahren gegen die märkischen Juden im J. 1510 (Sehr. d. Ver. für die Gesch. der Stadt Berlin, Heft 21, (Berlin 1884), S. 74 f.) aus einem Gedenkbuche des Käthes zu Braunschweig veröffentlicht hat'‘. Er verweist auch auf den Erfurter Judeneid in den Denkmälern Deutscher Poesie und Prosa aus dem 8.—12. Jahrh., herausg. von E. Möllenhoff und W. Scherer, 2. Ausg., Berlin 1873, S. 247, und Scherers Anmerkungen dazu S, 625 ff. Typographisches von A. Freimann. (Fortsetzung von Vm, 143—144.) 6) תפלה nach römischem Kitas mit Kaschitypen gedruckt, 184 Bl., klein 8° mit Bogenzählung. Die Form der Typen deutet auf die Türkei, ebenso die einigemal vorkommende Vignette, ein ״Kleeblatt“ darstellend, die sich in Drucken von Salonichi (s. weiter No. 8) und Konstantinopel findet. Charakteristisch ist diesem Drucke das stets wiederkehrende Alineazeichen a, das sich in nichthebräischen Inkunabeln und Drucken aus dem Anfang des 16. Jahrhunderts oft findet, jedoch in hebräischen Drucken nie angewandt wurde. Das Büchlein stammt aus der Merzbacher’schen Bibliothek (Katalog אהל אברהם nr. 4242) und befindet sich jetzt in der Fr. Stadtbibliothek. Es fehlen in dem vorliegenden Exemplare die ersten 17 Blätter und das Schlussblatt. Es ist bisher weder ein anderes Exemplar dieses Druckes noch irgend ein Bach das mit den gleichen Typen hergestellt wurde, bekannt.