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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1905-05-01 · 5 (September-Oktober 1905) · p. Seite 133

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
IX (1905)
Issue
5 (September-Oktober 1905)
Date
1905-05-01
Page
Seite 133 (sequence 5)
Language
German
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133 einer besondern Betrachtung unterzögen, das sich daraus ergebende Resultat registriert werden, um dann gelegentlich die einzeln gewonnenen Ergebnisse zu einer allgemeinen Schlussfolgerung zu verwerten. Wir haben das vorliegende Werk nur zum geringen Teil zu lesen Zeit gefunden; aber auch dabei bereits wahrgenommen, dass dasselbe zum Verständnis wie zum gründlichen Studium der schwierigen Traktate Sebachim und Menachot von bedeutendem Werte ist. Es kommt in diesen Traktaten, zu denen wir keinen jerusalmischen Talmud besitzen, vorzüglich die Vergleichung des Babli mit dem Sifra (oft auch Sifre) und der Tosephta in Betracht; indessen ist selbstverständlich auch der Jeruschalmi überall zu Rate gezogen, wo er in anderen Traktaten Themata bespricht, die im Babli zu Sebachim und Menachot behandelt werden. Von den Rischonim werden in diesem Bande ausser Raschi und Maimonides auch die Tosaphot nicht selten berücksichtigt, zuweilen auch erklärt. Wir wollen zu den von uns gelesenen Partien einige Bemerkungen: Vorbringen. Zu S. א: Es scheint dem Verf. der wichtige Umstand entgangen zu sein, dass die Midraschweise פסח הוא. חטאת הוא (wie noch andere Midraschweisen) nur dem Sifra (Sifre-Deut.) Mech. de-R. Simon b. Jochai (Sifre sutta), also den Midraschim aus der Schule R. Akiba’s, eigentümlich, dagegen den Ismaerschen Midraschim (Mechilta, Sifre-Nüm.) fremd ist, und dass die Mechilta deshalb den פסול שלא לשמו bei פסח aus andern Stellen deduciert (vgl. Mech. ed. Eriedm. 7tb, 11b, 13 a; Mech. de־R. Simon S, 13,21; Sifre-Num. ed. Eriedm. 4bf. Jalkut 708 im Namen des S. sutta zu מנחת קנאות הוא). Auf S. 4, und ausführlicher zu Menachot auf S. 116, behauptet der Verf, dass die Regel שנה הכתוב לעכב im Sifra sich nicht vorfindet und nicht von allen Tannaim und Amoraim zugestanden wird. Die Regel befindet sich aber, wenn auch nicht wörtlich so, doch dem Inhalte nach, im Sifra אחרי מות Par. II, 2. Ebenso wird diese Regel in ויקרא דיבור׳ דחובה Per. 6,5 vorausgesetzt. Wahr ist. nur soviel, dass der Ausdruck שנה עליו הכתוב לפסול den Ismaerschen Midraschim eigentümlich ist, vgl. Mechilta בא c. 3 n. 11; Sifre-Num. 61; Mech. zu Deut, in Hoffmann לקוטי בתר לקוטי S. 21. Betreffs der Bekanntschaft des bab. Talm. mit den Baraitot des Sifra macht der Verf. an verschiedenen Stellen Bemerkungen, die aus einzelnen Beobachtungen resultieren, aber nicht im Allgemeinen Geltung beanspruchen dürfen. S. ה wird darauf hingewiesen, dass einige Bar. des Sifra noch zur Zeit von Rab Aschi unbekannt waren; S. יא ■wird gezeigt, dass manche Bar. des S. einigen .Amoräern bekannt, andern aber unbekannt waren; S. 68 wird ein entscheidender Beweis (מופת חותך) beigebracht, dass die Amoräer nicht den Sifra vor sich hatten, den wir besitzen. Nun behauptet auch R. Scherira in seinem bekannten Sendschreiben (ed. Neubauer S. 16): Sifra und Sifre waren Anfangs im Lehrhause י nur wenig bekannt . . . später *.aber ist bestimmt worden, dass Sifra, Sifre uud Tosephta allgemein im Lehrhause gelernt, werden soll, wie dies in Schebuot 41b bei R. Nachman und R. Scheschet zu sehen ist. Daraus wäre zu schliessen, dass vom zweiten Amoräer-Geschlechte an diese Werke allgemein in den ämoräischen Lehrhäusern bekannt waren, weshalb sie ja auch Sifra und Sifre דבי רב genannt wurden.« Wenn aber trotzdem manche Partien unseres Sifra auch den späteren Amoräern unbekannt sind, so ist dies nur dadurch erklärlich, dass die Recension des Sifra, die den babyl. Amoräern zu Gebote stand, verschieden von der unserigen war, die wahrscheinlich eine palästinensische Recension ist, da sie oft mit. dem Jeruschalmi. gegen ]Babli .übereinstimmt; vgl. Sifra בהר Per. 2, 4 mit

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