Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- IX (1905)
- Issue
- 4 (Juli-August 1905)
- Date
- 1905-07-01
- Page
- Seite 120 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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120 Kurzer erledigt sind andere, wie Zach! Frankel, gest. 13. Febr. 1874 in Breslau, von welchem es heisst (S. 14): ״er empfing die ItirchMche Vorbildung in der Frager Talmudschule.״ Auf diese ist Frankens ״Kirchlichkeit“ nicht zurückzuführen, nur seine talmüdische Gelehrsamkeit Für Elj. Götz Carmoly, gest. in Fr. a. M. im Marz 1875, hat Gosche (S. 16) einen festen Gesichtspunkt nicht finden können; er möchte am liebsten die Beschuldigung von Jiterar. Erfindungen abschwächen: ״Das Verzeichnis seiner Bücher und Handschriften weist.thatsäcbüch überraschende (wen?) Curiosa auf“, aber' keinen der von ihm citierten 3 Grossväter ״Carmoly“. Sein literarischer Verkehr mit Lelewel, Kirchheim und G. Polak soll ״in etwas für seine Zuverlässigkeit sprechen“. An auffälligen Angaben in der ״Hist, des medecins“ soll man nicht unbedingt .zweifeln, da ihm ״ungeahnte Quellen zur Verfügung standen“. Zweifeln kann auch nur derjenige, der nicht weiss, was C. aus bekannten Quellen Üngeahntes zu citieren weiss, z. B. aus Assemani einen syrischen Christen als Juden. Die Hist, in Schutz nehmen ist geradezu eine Versündigung gegen die Kritik. Ich habe kürzlich (vor, Jahrg. S. 156ff.) auf die Schäden der Hist, hingewiesen, die sich ״bis ins 3. Geschlecht“ vererbt haben. ״Entschiedener (als F. G. Eichhoff) stand inmitten der orientalischen Studien, ohne sie jedoch gerade selbstständig zu fordern, der Mitte Februar 1875 in Königsberg verstorbene .Heymann Jolowicz“ (S. 38). . ׳ 63. Limoges? In der hebr. Beilage zum Magazin, אוצר טוב 1,49, ist eine Calamität v. J. 994 aus ms. de Rossi abgedruckt, die ich in meiner Gesch. Lit. S. 34 § 20 bespreche. Nach dem Abdruck fand ich eine, vorher vergeb'ich gesuchte Notiz des Herrn Prof. Breslau, deren Datum mir entschwunden: ist, und die hier aus dem Original mitgeteilt wird. ״Ademar v. Chabännais, der im Kloster des h. Martialis v. Limoges unterrichtet war und später in Angoulöme als Priester lebte (vgl; Watten bach, Deutschi. Geschieht^, im Mittelalt. 386), schreibt in seinen Historiae III, C. 47 (Mon. Genu. hist. 55, X, 136), nachdem er im 46. Cap. von einer Erscheinung am Himmel berichtet hat, die er selbst in Limoges im Kloster S. Martialis beobachtet haben will: Eo anno Hilduinus episcopus Judeos Lemovicae ad baptismum Compulit, lege proläta, ut aut Christiani essent, aut de civitate recederent, et per ünum mensem doctores divinos jussit disputare cum Judeis, ut eos äd fidem cogerent et tres vel quatuor Judei Christiani facti sunt. Cetera autem multitudo per alias civitates diffugere cum nxonbus überis festenavit, (Die interpolierte Pariser Hdschr. 5926.fügt noch hinzu: