Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- IX (1905)
- Issue
- 4 (Juli-August 1905)
- Date
- 1905-07-01
- Page
- Seite 99 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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99 — KOLESNIKER, E., הליימת אלייהו, Halachische Entscheidungen. Warschau, Selbstverlag, 1902. (1) 5, 32, 41 u. 25 Bl. 2°. KRENGEL, EMANUEL, תו דדיים. Biographie des Chajim Josef David Asulai (חייד״א). Podgörze, S. L. Deutscher, i905. 4, XVI u. 2 S. 8*. [Niemand, der die hohe Bedeutung Asulai’s auch für die jüdische Literaturgeschichte und Bibliographie kennt, wird wohl eine Biographie dieses interessanten Mannes als überflüssig betrachten. Denn ausser den Daten über seine Person selbst, würde bei einer solchen manches Streiflicht fallen auf die zeitgenössischen Verhältnisse der Juden in Palästina, Nord-Afrika, Italien und ganz West-Europa während der zweiten Hälfte des XVIII. Jahrhunderts. Asulai, der durch diese Länder reiste und nicht nur Bibliotheken besuchte, sondern auch Menschen, bekündet in seinem, leider nur eine kurze Zeit umfassenden, Beisejournal מעגל טוב (Livorno 1877. KI. 8°, 28 BI.) eine sehr treffende Beobachtungsgäbe. Man lese z. B. seine Aufzeichnungen über die Portugiesen in Amsterdam [ibidem Bl. 20 a Z. 18 v. 0. muss statt לענן natürlich לערן gelesen werden, es ist dies Moses Lehren, der Mittwoch, 22. Tebeth 6675, in Haag starb; s. meinen Catalog ינה״ל Stammbaum S. XII No. IX]. Asulai’s asketische Lebensweise, sein eindruckvolles Aeussere, wie seine grosse Gelehrsamkeit Hessen ihn schon bei Lebzeiten als einen ״Uebermenschentt erscheinen; kein Wunder darum, dass sein Leben mit vielen Erzählungen u. Taten ausgeschmückt wird, die für einen gewöhnlichen Sterblichen unausführbar sind. Wenn jemand nun eine Biographie Asulai's schreiben würde, ohne diese Erzählungen zu erwähnen, könnte man dem Biographen, glaube ich, daraus keinen Vorwurf machen. Ist aber das Umgekehrte der Fall, und wird jeder geschichtHche Hintergrund der Person entzogen, jedenfalls nur hie und da nebenbei behandelt, dann kann eine solche Lebensbeschreibung auf keine Zustimmung rechnen. Die hier vorliegende Schrift Krengel’s {eigentlich Vorseparat-Ausgabe zu seiner Neuauflage des שם הגדולים) ist nun nichts anderes als eine, höchst nachlässige Sammlung dieser Wundergeschichten aus den hierüber vorhandenen Schriftchen, Krengel " hat keinen Begriff von einer wissenschaftlichen Biographie, kennt weder primäre noch sekundäre Quellen, und selbst die von ihm erwähnten sind ausserordentlich flüchtig und schlecht gebraucht. Es geht nicht an, genau auf alle Fälle einzugehen, weil dann diese Besprechung sich zu einer vollständigen Biographie ausdehnen müsste, nur auf drei Punkte sei hingewiesen. Dass Asulai in Kairo ca. 5 Jahre (wahr•1 schelnlich 1769—1778) Babbiner war von Krengel überhaupt nicht erwähnt ~ bestätigt auch Cod. 2238 der Bodleiana, woraus Neubauer dieses im Hammagid XIII (1869) Nr. 18 S. 101 mitgeteilt. (Von mir in De Joodsche Courant I Nr. 14 vom 12. Dezember 1902 gelegentlich erwähnt ünd von Bacher in der Jewish Quarterly Beview XV, 1908, p. 883 zitiert). Auch Asulai’s Geburtsjahr lässt sich feststellen. Auf dem Titel des מראית. העין, Livorno 6666, erwähnt As., dass er dieses Werk in seinem 79. Lebensjahre vollendet hat; im Jahre 6667 bei seinem Tode war er folgHch 81 Jahre und somit 6486 geboren. Hierauf deutete van Bjema in der Hebr, Bibi. III S. 84 Note 22 u. 23 bereits hin; ich entnehme diese Berechnung seiner handschr. Bemerkung in seinem Exemplar der Aüsg. Benjakobs des שם הגדולים (Cat. ינה״ל No. 2756, jetzt in der Bibi. Bösenthaliana in Amsterdam). Dieses ist richtiger