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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1904-11-01 · 6 (November-Dezember 1904) · p. Seite 175

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
VIII (1904)
Issue
6 (November-Dezember 1904)
Date
1904-11-01
Page
Seite 175 (sequence 15)
Language
German
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175 Auch 3m III. und IV. Teile — wie in den ersten zwei Teilen — der Likkute Dinim sind manche Paragraphen vom Uebersetzer Simeon C hach am als von ihm selbst herrührend gekennzeichnet (שמ״ח המעתיק). S.,136, 5; 148,1; 152,2,4; 168,6; 176,1; 109,2; 210*3,6,9; 216,3; 218,8; 225, 2; 242,5. Einige Paragraphen enthalten die bescheidene Selbstbezeichnung des Uebersetzers: 2&יגה ptj (“ זה׳ הדל); s. 136, 5; 168,6; 229,4. Aus dem Inhalte dieser zwei Teile seien einige, auf die eine oder andere Weise interessante Einzelheiten hervorgehoben. Zunächst solche, welche Buchara betreffen. In den Provinzen von B. werden die ungesäuerten Brode nicht in einem gemeinsamen, von der Gemeinde beaufsichtigten Backofen gebacken, sondern von jedem Hausvater in seinem eignen Hause (IlJ, 20b 16). — Die auf die landwirtschaftlichen Arbeiten am Chol-Hamoed sich beziehenden Vorschriften, wie sie vom Schulchan Aruch und den anderen Decisoren gebracht werden, haben für Buchara und die dazu gehörigen Gebiete nur geringe Bedeutung, weil es da nur in sehr geringer Anzahl Landwirte unter den Juden giebt (III, 83,6,8). — ln den Provinzen B.’s ist es Brauch, am 9. Ab das ״Buch von den Sieben Brüdern17״) zu lesen; ein schöner Brauch, da dieses Buch auf Grund des Midrasch Echa verfasst ist (IV, 6b 6). — In B. schmückt man die Laubhütte mit grossen Kürbissen und Gurken aus (IV, 45 a 16). — In den Gegenden von B. werden vor dem Lesen der Megilla die Gedichte פורים פורים לנו oder 18קוראי מגלה הם ירננו) recitiert (IV, 88 b 26). — Im Kap. 136, § 5 erzählt Simeon Chacham eine wahre Geschichte, wie ein gewöhnlicher Jude (1ןד אל£י ם'ש*ט) in der Gegend von Buchara aus übertriebener Skrupulosität das Trinkwasser für die acht Tage des Pesach vorbereitete und in einem besondern Behälter bewahrte, um nicht aus dem Brunnen trinken zu müssen, und wie diese üeberfrömmigkeit durch einen ihn besuchenden Gelehrten ad absurdum geführt wird. — Eine sonderbare religionsgesetzliche Entscheidung erzählt der Uebersetzer in Kap. 152, § 1 (III, 38 b). Jemand war auf der Reise genötigt, während des Pesachfestes in den Steppen Buchara^ zu bleiben, und konnte so den Sederabend nicht feiern und das Gebot der vier Becher nicht erfüllen. Als er in seinen Heimatsort zurückgekehrt war, gab ihm der Mo 11a (so heissen in B. auch dieses Machsors (דל קליאי מועל) sich eine Liste der 618 Gebote nach der Zählung Maimuni’s findet 17) Ueber diese im J. 1688 verfasste Dichtung Jussuf Jehudi’s s. Jewish Encyclopedia VII, 822. 18) Von Abraham Ibn Esra; s. Zunz, Littg. der syn. P. S. 214

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