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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1904-09-01 · 5 (September-Oktober 1904) · p. Seite 137

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
VIII (1904)
Issue
5 (September-Oktober 1904)
Date
1904-09-01
Page
Seite 137 (sequence 9)
Language
German
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137 WE1KERT P. THOMAS AQ.? Grammatica lioguae Hebraicae cum chrestomathia et glossario studiis academicis accomodata neenön in usum domeäticae disciplinae scripsit. Romae, Typographia Polyglotta S. 0. de Propaganda Fide, 1904. XIX, 440 S. 8°. Lire 12,— [Wie schon dies Titelblatt sagt, soll diese heue Grammatik sowohl den Zwecken der Schule als des Privatstudiums dienen. Da es lateinische (kathol.) Lehrbücher der hebräischen Sprache, die den gegenwärtigen Anforderungen genügen, nicht viele giebt, weshalb sich auch Zapletal, wie er selbst betont, zur Abfassung einer solchen gedrängt gefühlt hat, kommt dieses neue Werk einem Bedürfnis entgegen. Der Verf. dachte in erster Reihe an seine Schüler im CoIIegio S. Anselmo in Rom, zu deren Gebrauch er schon vor acht Jahren ein mit vielen Exercitien versehenes praktisches hebräisches Sprachbuch verfasst hat, das litögraphisch vervielfältigt wurde. Sein Werk will zwischen Schulgrammatik und ausführlichem Lehrbuch eine Mittelstellung einnehmen. Im Prospekt heisst es hierüber: ״Auctor ... in opere suö classico mediam viam tenet inter Grammaticas maiores, in quibus nimium ad singularia et scientifice incerta äescendittir, et inter Grammaticas minores, ex quibus tnta et adaequata ratio Sacrae Linguae vix häuriri potest.“ Die Grammatik zerfallt in drei Teile, von denen die erste die Lautlehre, die zweite die Formenlehre und die dritte die Satzlehre behandelt Den insgesamt 148 Paragraphen folgen Paradigmen, Chrestomathie und Glossar. Im Grossen und Ganzen ist von der herkömmlichen Anordnung keine besondere Abweichung wabrzunehmen, wenn man die Voranstellung des Verbums vor das Nomen etc. nicht als solche betrachten will, in der Abteilung des Stoffes verfährt Verf. streng systematisch, und seine Darstellung ist klar und durchsichtig. Die einzelnen Regeln sind kurz und bestimmt gefasst, die den erfahrenen Lehrer verraten. Der Empirismus in der Bestimmung der Formen, wodurch nicht selten disparate Sprachersclieinungea nach äusseren Merkmalen neben einander gestellt werden (z. B. S. 141—144, wo die Wörter nur nach einem äusseren Merkmal zusammengestellt werden); dürfte ebenfalls auf pädagogische Rücksichten zurückzüführen sein. Nicht zu billigen ist jedoch die übermassig grosse Zahl selbstgobildeter, in der Bibel nicht vorkommender Wortformen, Auge und Gedächtnis des Lernenden sollten von diesem nicht ganz zu vermeidenden IJebel nach Möglichkeit verschont bleiben. Selbstgebildete Formen sind immer etwas unsicher. So z. ß. ist der Satz: ישראל בא bj; ה©לך «res super Israel venit“ (810 Zeile 12) ganz unhebräisch, Allzu oft werden die verschiedenen Formen von קטל, nicht nur beim Verbum, sondern auch beim Nomen als Belege unter anderen und mit Uebersetzung aufgeführt, so dass der Studirende sie nicht lediglich für Paradigmen, sondern für in der heiligen Schrift verwendete Wörter betrachten muss. Aber von diesen Bedenken abgesehen, ist es vorteilhafter, wenn der Lernende schon beim Studium der Grammatik mit dem wirklichen Wortschatz der Bibel vertraut gemacht und sein liebr. Sprachgefühl gestärkt wird. Verf achtet sonst sehr genau auf die überlieferte Gestalt der Wortformen, denn er führt Plena und Defectiva neben einander auf und macht in lobenswerter Weise auch auf sonstige orthographische Eigentümlichkeiten aufmerksam. Besonderes Gewicht legt er auf die Einübung der unregelmässigen Zeitwörter und

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