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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1904-07-01 · 4 (Juli-August 1904) · p. Seite 124

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
VIII (1904)
Issue
4 (Juli-August 1904)
Date
1904-07-01
Page
Seite 124 (sequence 28)
Language
German
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124 Miszellen und Notizen von M. Steinschneider. 45. (Statuten.) Zu den wichtigsten Geschichtsquellen, insbesondere für Kulturgeschichte, gehören die Statuten der Gemeinden und Gesellschaften. Im allgemeinen s. D. Kaufmann in האסיף III תימ״ז (1886)S. 209ff.; IsidorLoebinRev. d Et.lJ. XIII, 188 A. 1, Gedenkb. Kaufm. S.LX1X. Im. Löw’s ungarische Abhandlung über die Ohewra in Szegedin ist für mich unverständlich. Die hebr. Ausdrücke ,(*תקנה,תיקון התקינו (später הסכמה) gehören zunächst in die HalachaundMethodologie, wo sie in ihrem Verhältnisse zum ״Gebrauch“ (מנהג) in Betracht kommen* 2 * 4). Die ״Einrichtung“ setzt eigentlich massgebende Personen oder Collegien voraus, wie die sogen. Männer der grossen Synode (אנשי כנסת הגדולה; vgl. Grätz, VIII, 433 über Synoden des 14. und 15. Jahrh.) Hierher gehören wohl die oft gedruckten TaManot des Gerson b. Jehuda. Später finden wir in Polen die Synoden der 4 Länder (ועד גראמניץ ,ארבע ארצות — worüber Perles in Monatschr. XVI, 111 ff. 226; Atlas in האסיף II 1885) תרמ״ו) S. 393 bis 406; Dembitzer מכתבי בקרת in אוצר הספרות IV (1892) S. 193 bis 254, auch im Sep.-Abz. erschienen, Harkary a. m. 0. und viele andere, Fr.). Die Synoden haben oft eine besondere Veranlassung und wiederholen sich nicht. Wenn uns das Mittelalter nur Weniges darüber erhalten hat, so gründen sich doch viele spätere Statuten auf ältere Gebräuche oder Traditionen. Wie wenig diese Literatur bis vor Kurzem bekannt war, geht hervor aus einer Anfrage des Historikers G. Wolf in Wien, weiche mich zu einer kürzeren Notiz veranlasste (Hebr. ßibl.VI,1863 S. 42: Gemeinde-Statuten, dazu Bd. VIII, 103*), Bd. XVI, 32). *) [Vgl. auch die Zusammenstellung von Löwenstein, Blätter f. jüd. Gesch. u. Lit. II, 18 f. Fr.] Ich beabsichtige hier nicht eine möglichst vollständige und geordnete Bibliographie der Statuten, sondern nur die Mitteilung von Notizen zur Ergänzung der in der HB. gegebenen, meistens nach dortigen kurzen Randbemerkungen. Ueber gedruckte Statuten in Mantua, Prag, Amsterdam, London geben Oatal. ßodl., Zedner und Rosenthai Auskunft, Jerusalem 1842 (HB. VI, 43) mit Vorrede von Gagin bei Zedner p. J) Täkkana, häufig uncorrekt TeJcana umschrieben. 2) Z. B. מנהגי מצרים ed. 1878, H. B. XIII, 99. 8) Fürth, vgl. Mtschr. 1901 S. 614; gegen das talmud. Recht wird ein Census eingeführt. 4) InYI ist die Hauptsache Ankawa’s Ed. 1871, in XVI die mährischen Synodalbeschlüsse, wovon auch ein ms. des Pester Seminars geschrieben 1764, s. HB. XIX, 76 Jahresber. 187Q.

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