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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1904-03-01 · 2 (März-April 1904) · p. Seite 36

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
VIII (1904)
Issue
2 (März-April 1904)
Date
1904-03-01
Page
Seite 36 (sequence 4)
Language
German
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S6 AUERBACH, J., Biblische Erzählungen für die israel. Jagend. Mit einer Karte v. Palästina. Kleine Ausg. 2., darchgeseh. a. vermehrte Aufl. Berlin, M. Poppelauer. 1903; IV, 253 S. 8°. M. 1,60. BACHER, WILHELM, Aus d. Wörterhuche Tanchum Jeraschalmi’s. Nebst einem Anhänge über den sprachlichen Charakter des Maimüni’schen Mischna Thora. (>=26• Jahresbericht der Landes« Rabbinerschule in Budapest, für das Schuljahr 1902/3). Buda- 1pest, Druck von Adolf Alkalay u. Sohn. Pressbürg, 1903, 8°, 146 + 38 S. 8°. [Hat uns B. im 28. Berichte der Rabbinerschule in Budapest eine ausführliche Analogie des hochinteressanten, aus dem XIV. Jahrhunderte stammenden, hebr.-persischen Wörterbuches des Salomo b. Samuel aus Urgendsch (Gürgän|) geliefert (Ein hebr.-persisches Wörterbuch usw., Bpst. 1900), das uns einen tiefen Einblick in die geistigen Arbeitestatten der am westlichen Bande Mittelasiens wohnenden Juden tun lässt, so macht er uns jetzt mit dem uns hoch weit mehr interessierenden, namentlich die halachische Feberlieferung berücksichtigenden Wörterbuche des vollständig unter dem Einflüsse Maimünis stehenden Tanchums b. Josefs, dem MurSid al-Käfi, dessen Herausgabe ja schon 86 oft gewünscht und durch die bewährte Hand Neubauers auch vorbereitet und beinahe zu Ende geführt worden war, die N. aber leider dann aufgegeben hat, in einer bei Bacher ja gewohnten meisterhaften Arbeit .bekannt. Man erhält durch die gediegenen und erschöpfenden Ausführungeu Bachers erst jetzt ein richtiges Bild dieses einzigartigen, als Hülfsbuch für das Studium des Mi8na־T0ra des Maimüni gedachten Wörterbuches, das von einem liebevollen Versenken in die Werke > Maimünis zeugt, das aber meiner Ansicht nach auch erweist, dass T. wohl ein sehr fleissiger Kompilator, durchaus aber kein selbständiger Sprachforscher und Lexikograph gewesen ist'. * Ohne Aruch und die verschiedenen zerstreuten Wort- und Sacherklärungen Maimünis in seinem Miümakommentar (über die anderen in Tanchums Wörterbuch zitierten Autoren, vgl. p. 34—44), die T. fast unter jedem mot d’ordre benützt, wäre sein Muräid recht dürr und leer ausgefallen, wie denn auch die Wörter, die er aus Eigenem erklärt und auch seine eigenen sprachlichen und sprachvergleichenden Erörterungen recht karg sind, und auf ein gerade nicht sehr entwickeltes Sprachgefühl hinweisen, was ja schon die verschiedenartige Einreihung ihm zweifelhafter Wurzeln vieler Wörter bezeugt. Trotz alledem aber wird ־man, wie bereits erwähnt, zugestehen müssen, dass das Murgid Tanchums eine fleissige und namentlich für uns in vieler Beziehung sehr wertvolle• und lehrreiche Arbeit ist. Uebrigens hat B. das Richtige getroffen, wenn er sagt (p. 63): Tatsächlich liegt die Bedeutung des Tanchumischen Wörterbuches für uns nicht in der grammatischen Methode und lexikographischen Technik, die in ihm angewendet ist, sondern vielmehr in dem, was den inhaltlichen Wert eines Wörterbuches in erster Reihe ausmacht, in der Feststellung der Wortbedeutung. Was nun die Arbeit Bachers anlangt, bietet er uns in den 12 Kpp.?einer Analyse alles über den Muräid und seinen Verfasser Wissenswerthe und Erreichbare. An Kap. 1, das uns einen Einblick in die dürftigen — das Wörterbuch nämlich enthält auch nichts näheres über sein Leben und Wirken —

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