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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1904-01-01 · 1 (Januar-Februar 1904) · p. Seite 18

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
VIII (1904)
Issue
1 (Januar-Februar 1904)
Date
1904-01-01
Page
Seite 18 (sequence 18)
Language
German
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18 — hellung einiges beitragen. Romanelli war ein fahrender Scholast, der in der Regel auf Gönner angewiesen War. Nach italienischer Sitte besang er Hochzeiten und andere Familienfeste. Natürlich, waren ihm auch sonstige Gelegenheiten, wo Geld zu verdienen war, sehr erwünscht. Ich finde, dass alle seine Schriften — etwa mit Ausnahme der Uebersetzangen in’s Hebräische—- Gelegenheitsschritten sind. Hierher gehören auch seine hebräische Grammatik und die Uebersetzüngen der Gebete. Er bedurfte ihrer beim Unterrieht, den er erteilte. Seine Reisebeschreibung, Massa Ba’rab (Berlin 1792, Wien 1834 nicht 1836 wie bei Steinschneider, Zeitschrift für Gescb. d. J. V. 175) hat vielleicht die Berliner jüdische Druckerei als interessantes Buch zu drucken sich angeboten. Er schrieb das Buch sehr rasch, wie aus einer Anmerkung (gegen Ende), in der Euchel und Friedländer als Zeugen aufgerufen werden, hervorgeht. David Friedländer, dem Gönnerder Meassefim und Begründer der ״Orientalischen Buchdruckerei“, widmet er schon sein רוח נכון, wie sein הקולות יחדלון der Familie Itzig, in einer italienisehen Widmung. Komanellis Wanderungen sind aus denDruckörten und Drückjahren seiner Schriften ersichtlich. 1790—92 Berlin, 1793 Wien, 1799 Triest, 1802 Italien, 1807 Mantua, 1808 Turin, 1812 Älexandrien. Um diese Zeit wird er vom Orient nach Italien zurückgekehrt sein. In Afrika war er vor 1790 und kam, wie er in seiner Reisebeschreibung angibt, von dort direkt nach Amsterdam. Er muss demnach vor seiner Afrikareise in London gewesen sein. Ich vermute also, dass das in London gedruckte L’ Inverno (Gram. 199) etwa um 1785 erschienen ist. Denn 1793—98 hielt er sich in Wien auf, wo er in der Kurzbek-Schmidtsehen Druckerei als Korrektor beschäftigt war. Romanelli War der erste Korrektor der nachmals so berühmt gewordenen hebräischen Druckerei (Letteris in Keller's Bikkurim H 24 und 29.). Stein- Schneider vermutet also richtig (ZGJD V 180), dass R. 1793 schon in Wien lebte. Das Gedicht Schir-Jediduth s. 1. e. a. setzt Zedner (659) fälschlich in’s Jahr 1799, da es vor 1793 gedruckt sein muss. 1799 kam Ben Zeeb als Korrektor in die Wiener hebräische Druckerei (Letteris 1. c.) und Romanelli ergriff wieder den Wanderstab. Er ging nach Triest. Aus diesen Daten können wir feststellen, dass das Epithalamium תפ וח זהב, das nach Lettens’ Angabe (Bikkurim II 23) ־von Romanelli in Wien während seiner Korrektortätigkeit gedruckt wurde, zwischen 1793 —98 erschienenist. Zeitlin’s Angabe: ״Wien 181....“ beruht also auf einem Missverständnis. Nach 1810 war R. nicht in Wien. Der Titel des ״Simrath Arizim“ lautet im Original: זמוית״

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