Mannheim
Compact Memory

Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1903-09-01 · 5 (September-Oktober 1903) · p. Seite 134

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
VII (1903)
Issue
5 (September-Oktober 1903)
Date
1903-09-01
Page
Seite 134 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2254995-7565911-7600127--1385-2256320
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

134 mentare Jefets ist auch dieser von einer arab. Uebersetzung des Bibeltextes begleitet, und da ist besonders die yon Sch. festgestellte Tat- Sache interessant, dass diese Uebersetzung (mit einigen wenigen Ausnahmen) mit einer anderen identisch ist, die in einer Berliner Handschrift sich findet und unlängst von Peritz ediert wurde (s. diese Zeitschr. IV, 166). Diese Handschrift stammt aus Jemen und die darin entbaltenen Uebersezungen rühren meistens von Saadja her, man hat sich aber nicht gescheut, für biblische Bücher, für die keine Übersetzung Saadja’s vorlag, auch eine karäische heranzuziehen (oder war dem Ab- Schreiber der Ursprung der Ruth-Uebersetzung unbekannt?). Hervorheben will ich dabei die Uebersetzung von 1,13 מר durch , das in der Bedeutung «bitter1* im Arabischen gar nicht vorkommt• Merkwürdiger Weise hat 6b aber in derselben Bedeutung Salmon b. Jerucham in s. Komm, zu Echa 1,20 (8. JQR. 1. c. p. 337). Dagegen scheint mir die Uebersetzung tXä&f für 1,6 פקד kein Hebraismus zu sein, wie Sch. (p. 10) annimmt, da dieses arab• Verbum auch in der hierher gehörigen Bedeutung vorkommt. Allerdings wäre die V. Form Jsä&S besser, wie sie auch Abulwalid s. v. פקד hat1). — Zu seiner Edition konnte Sch. drei Handschriften (zwei Londoner und eine Pariser) benutzen, darunter eine (Ms. Br. Mus. or. 2554), die im Jahre 1004/5, also wahrscheinlich noch zu Lebzeiten Jefet’s, kopiert wurde und in arab. Lettern geschrieben ist. Sch. hat diese Lettern beibehalten und nur die hebr. Worte in Quadratlettem transskribiert. Dann aber muss auch anst. (p. X, 1. 6 usw,) stehen plÖDiif, ’ denn arabisiert heisst dieses Wort gewöhnlich 13 (pl. UUmJj3), od. auch (s0 auch hier beiJefet, p. VI, 1. 6 usw., dann auch in Geniza-Fragmenten, s. ZDMG 1003, p. 404). Ebenso ist anst. iy* (XIX 1. 2 v. u., XX 1. 4) zu schreiben מיה, da es hier ein Eigennamen ist. Umgekehrt muss 5^ ארץ יהודה (XIII. 13) geändert werden in יהודה (Jo^ ^5. — Der Text, dem die erwähnte Handschr. des Br. Mus. zu Grunde liegt, ist ziemlich korrekt. Manchmal nur sind die Lesarten der anderen zwei Handschriften vorzuziehen. So III 1. 3 אלהי ישראל besser »Vf *ISf <^Lo (so beginnt auch Saadja’s ’Amanät); ib. 5 1besser JüiLJC*J d. h. für seine שכינה (s. über den Gebrauch dieses Ausdrucks im Arabischen Goldziher, Abhandl, z. arab. Philol. I, 177ff.); VI 1. 4 LgJjlo richtiger IX1. 3 ^.$>3 richtiger; XI 1.4 ykt HJuo besser •<jz da es dem hebr. כעשר mehr entspricht; XIV 1.12 besser (so auch in der genannten Uebersetzung ed. Peritz), entsprechend dem hebr.לעמך. Ausser- *) Im Komm, zu 1, 21 (p. XX 1.14) gebraucht Jefet אפתקד zur Ueber- Setzung von . . .ענה ב (Deut. 18; Jer. 14, 7). Saadja übersetzt פקד meistens durch לכר (so z. B. Gen. 21,1; Ex. 4, 31), es kommt aber auch אפתקד vor (z. B. Hi. 36, 23).

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.