Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- VII (1903)
- Issue
- 3 (Mai-Juni 1903)
- Date
- 1903-05-01
- Page
- Seite 68 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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68 H0R0DEZKY, S. A., רבי מרדכי יפה, Eine biographische Skizze. Krakau, Druck v. J. Fischer, 1899. (2) 25 S. 8°. [Separatabdruck aus Haeschkol Bd. DI—IV]. HURW1TZ, J., כים חמד, Predigten bei verschiedenen Gelegenheiten, nebst Erklärungen schwieriger Stellen im Talmud. Jerusalem, Druck r. Frumkin, 1903. 2 Tie. 36 u. 33 Bl. 8°. KAUFFMANN, F., Tractat über die Neulichtbeobachtung und den Jahresbeginn bei den Karäern von Samuel b. Moses . . . herausgegeben und ins Deutsche übertragen. Frankfurt a. M., J. Kaufmann, 1903. XVIII, 31 u. 26 S. 8°. [Diese für die Kenntnis der karäischen Gesetzwissenschaft sehr willkommene Publication bietet die Bearbeitung des dritten von den 12 Tractaten des Kit4b al-murschid vom Karäer Samuel b. Moses al- Maghrabi, Arzt in Kairo (1434). Er enthält die Darstellung eines der eingreifendesten Differenzpunkte zwischen rabbinischem und karäischem Judenthum: die Bestimmung des Monats- und Jahresanfanges, sowie des Pessachfestes. Die positive Begründung der karäischen These ist von einer Polemik gegen die Anschauung der Gegner (אלמצאלמין Text 4,7, nicht eben ״Wirrköpfe“ wie K. 5,12 übersetzt) durchzogen, die Sam. zuweilen recht hart anfasst (11 penult.). Die Methode, die der karäische Theologe in der Yerteidigung seines Standpunktes befolgt, ist dieselbe, die uns aus muhammedanischen Schriften ähnlichen Inhalts bekannt ist, unter deren Einfluss ja die karäische Gesetzwissenschaft seit Beginn ihrer literarischen Betätigung steht. Die Instanzen, auf die sich der Verfasser gegenüber der rabbanitischen Lehre beruft, sind immerfort: Schriittext, Analogie und Consensus. Den letzteren Terminus (אגמאע), der in der angegebenen Bedeutung sowohl in der arabischen als auch hebräischen Literatur der Karäer geläufig ist (vgl. Kjßj. XLIII, 6), fasst K. unrichtig als Analogie, Sachanalogie (4,22; 20,16. 34); 5 penult. des Textes umschreibt ja der Verfasser selbst: אן אלאממ כאבת מגמעמ עלי 1לך. — In der Edition des arab. Textes nach einer einzigen Handschr. hat der Herausgeber seine Aufgabe in löblicher Weise gelöst. Allerdings hätte er sich gegenüber einigen Eigentümlichkeiten seiner Vorlage (מ im Status absolutus immer ohne diakritische Punkte) noch etwas freier bewegen dürfen; auch an der in solchen Handschriften gewöhnlichen Nonchalance in grammatischen Dingen (Nominativ des chabaru käna und des Objectes 6,3; 7,14; 11,7 ibid. ult. 16 penult.) hat er nicht gerührt. Hingegen hat er seine Vorlage an einigen Stellen in gelungener Weise emendiert und im allgemeinen die fehlenden diakritischen Punkte eingesetzt. Unnötig war dies 16 zu Anm. 3,6; der Sinn erfordert die Beibehaltung des in der Hschr. stehenden יסתקצי ״er möge (in den angegeben Ortsrichtungen) die Untersuchung in die Ferne ausdehneD“, nicht יסתק$י was K. mit ״es muss entschieden werden“ übersetzt. Es kann im Interesse der Sauberkeit solcher Editionen nicht oft genug der Wunsch ausgesprochen werden (vgl. zuletzt DLZ. 1903 col. 1025), dass die Herausg. der Unentschiedenheit der Hschrr. in der , Transcription des Arabischen nicht folgen, sondern eine den philologischen Anforderungen entsprechende Konsequenz betätigen mögen. Recht anschaulich drängt sich uns dieser Wunsch auf, wenn wir in vorliegender Edition innerhalb vier Zeilen (6,12—16) dasselbe Wort in