Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- VII (1903)
- Issue
- 2 (März-April 1903)
- Date
- 1903-03-01
- Page
- Seite 34 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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dritte Heft enthält die Fortsetzung der Verordnungen der Mischnalehrer, deren Urheber nicht mit Namen genannt sind. Wie das 2., so enthält auch das 3. Heft vier Abteilungen (שערים): L שער הקנין, die rabbinischen Institutionen betreffs der Aneignungs- und Erwerbsformen enthaltend und erörternd; II. שער המשפט behandelt die Verordnungen hinsichtlich der gerichtlichen Aktionen; III. שער השבועות hat die von den Weisen der Mischna angeordneten Eide zum Gegenstände; IV. תקנות שונות, verschiedene Verordnungen. Die vorliegende Fort- Setzung verdient dasselbe Lob, wie das vorangegangene Heft. Namentlieh enthält auch dieses Heft mehrere gediegene umfangreiche und er* schöpfende Abhandlungen über wichtige halachische Fragen, wie z. B. die Erörterung über קנין משיבה מסירה והגבהה (S. 5—23), über die Authentification der Urkunden (קיום שטרות, S. 62—101), über גביית מאה (101 148) u. a. — Wir wollen auch hier nur wenige Bemerkungen zu einzelnen Stellen Vorbringen. Zu der Abhandlung S. 31 ff.: Hier vermissen wir die Erörterung, ob die Zueignung durch מעמד שלשתן auch bei schriftlichen Urkunden (גט oder שטר) angängig ist (vgl. Tos. Gittin 13 a, B. Nissim u a.). Ebenso wird in der vorhergehenden Abhdl. (S. 23 ff.) die Frage mit Stillschweigen übergangen, ob man einen גט durch אגב zueignen kann, worüber Baschi und B. Nissim zu Gittin 77 b zu vergleichen wären. S. 55: Zu der hier angeführten Ent- Scheidung: דבעי דו״ח לאסיר אשה על בעלה ist B. Ezechiel Landau in NB. I, EE. Nr. 72 zu vergleichen, der diese Ansicht mit guten Gründen bestreitet. Zu S. 235: Ueber die in Pesachim 114b vorkommenden שני טיבולים hätte der jerusalemische Talmud mit zu Bäte gezogen werden sollen. Zu S. 263: In Baba Mez. 28 b wäre die von den besten Zeugnissen gebotene LA. אבן טועין vorzuziehen, und es ist möglich, dass dieser Stein mit dem vom jer. T&rgum zu Lev. 26,1 erwähnten אבן דטעו zusammengehört. Erwähnung verdient noch die auf S. 53 befindliche schöne Oönjectur, dass im Jerusch. Sanhedrin I, 2 bei der Stelle וחלקו כבוד לבית הזה anstatt לבית הזה ursprünglich die Abbreviatur לב״ה gestanden hat, die aber in לבית הדל aufzulösen ist, wie es wohl Maimon. h. Sanh. IV vor sich gehabt hat. — Der Verf. beabsichtigt, noch in einem dritten Teile die Institutionen der Amoräer zu behandeln. Möge ihm auch die Ausführung dieses Vorhabens vergönnt sein. D. JT.j BUBER, S., קריה נשגבה, Biographien und Leichensteininschriften hervorragender Männer, Rabbiner, Gemeindevorsteher und Schriftgelehrter der Stadt Zolkiew. In alfabetischer Reihenfolge geordnet, nebst einem Beitrage zur Geschichte d. Juden in Zolkiew. Krakau, Druck v. J. Fischer, 1903. (2) 128 S. 8°. [Zur vorliegenden Arbeit des greisen Gelehrten bemerken wir: S. 8/Abr. b. Mordechai ist in שפתי דעת Ed. Fürth 1760, erwähnt. S. 13: Ueber Alexander Schor vgl. Friedberg, Gesch. d. Familie Schor S. 19. S. 15: Elieser Pawer ist Herausgeber des תקין השלחן Ed. Zolkiew. S. 21, zum Buchstaben ד׳ ist D a v i d b. Naftali Herz Horowitz (der S. 65 erwähnt ist) hinzuzufügen, von welchem in der Einleitung zum Buche תפארת זנבי (Amsterdam, 1755, 4 °) Bemerkungen gedruckt sind. 8. 26 fehlt Hirz b. Saul aus Zolkiew, der ebenfalls im שפתי דעת citiert wird. S. 29, Taube, die Tochter des Sabbati Kohen, soll nach Friedberg כתר כהנה S. 27 im Jahre 1698, nicht 1717, gestorben sein, was noch näher geprüft werden muss. S. 53, über Menachem Mendel b.