Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- VII (1903)
- Issue
- 1 (Januar-Februar 1903)
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 25 (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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25 sie ein Teil von No. 11 von Dienstag 13. Januar1772 ־. Gleichzeitig sei mitgeteilt, dass Herr D. E. Montezinos hier, neulich in den Besitz eines Octavobandes (Anfang und Ende defect) kam, worin ca. 100 Nummern einer mit hebr. Lettern gedruckten jüdisch-deutschen Zeitung, die Ueberschriften lauten דינשצאטשי קותט und פרייטאגישי קומט. Anf. des Bandes 13. Aug. 23. Menachem 1686, Ende 8. Dec. 1. Tebeth (5488) 1687. Jede Nummer besteht aus einem Doppelblatt 8° in 2 Kolumnen gedruckt. Am Schlüsse (S. 4, c. 2) steht jedesmal המסדר משה בן א״א. Siehe über denselben zuletzt M. Freudentbal: Aus der Heimath Mendelsohns S. 175—188, er wird übrigens auch erwähnt von Schudt, Jüd. Merkw. I S. 275. Diese jüd.-deutsche Zeitung erschien zweimal wöchentlich in Amsterdam. Gedruckt wurde sie bei Uri Phoebus Halevi; vom 25. Sivan 6. Juni 1687 ab jedoch bei David Tartas. Bei diesem letzteren erschien auch die ״Gazeta de Amsterdam“ des Jahres 1678 (Exempl. Collection D. H. de Castro (1899) No. 93 ging für ca. fl. 350 — in den Besitz des Portug. Beth Hamidrasch Ets Chajim über), die auch von Kayserling in seinen Notes sur la litterature des Juifs Hispano-Portugais (R. d. E. J. XXII (1891) S. 119 sq.) erwähnt wird. Da Herr D. R. Montezinos später selbst über beide Zeitungen berichten will, genüge hier diese kurze Mitteilung, um genanntem Herrn in keiner Weise vorzugreifen. II. Dass die ״undatierten Drucke vor 1480“ (s. dieselben aufgezählt bei Freimann: Ueber hebr. Inkunabeln. SA. Centr. f. Bibi. 1901 S. 6) nicht wie Chwolson und Simonsen meinen in Rom gedruckt sein können, geht deutlich aus dem Epilog der Scherasehim (R. D. Q.) in dieser Ausgabe hervor. Nach dem Exemplar des Nied. Isr. Rabbinerseminars lautet dieser: ברוך ד' אלהי אבותינו אשר נתן בזאת בלב המלך לפאר את בית ד' אשר בירושלים יזכנו האל לראות בבניין ההראל חברים עם כל ישראל בעגלא ובזמן קריב אמן אמן: Bezieht sich dies auf Ferdinand I (1458 —1494) König von Neapel, welches historische Faktum wird hier dann gemeint?1) *) [Dass diese Schlussschrift bisher unbeachtet blieb, kommt daher, weil alle bekannten Exemplare der ed. pr. der Scherasehim, soweit ich sie gesehen habe, unvollständig sind. Herr Seeligmann zeigte mir in Amsterdam das Exemplar des dortigen Rabbinerseminars, welches ich auch in meinem angeführten Aufsatze als das vollständigste bezeichnete. Zur Erklärung des Epigraphs diene folgendes: Josef Kolon Rsp. 5 handelt von den für Palästina gesammelten Armengeldern, die aber zur Erlaubnis des Wiederaufbaues der Synagoge zu Jerusalem vom König von Aegypten und zum Baue selbst benutzt wurden. Auch Obadja Bertinoro teilt in seinem Reisebericht (Jahrbuch HI 214, 262) den Streit um die Synagoge mit, den der König zu Gunsten