Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- VII (1903)
- Issue
- 1 (Januar-Februar 1903)
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 21 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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21 — nicht aus und übersetzt גמיסקוס in doppelter Weise. — Ib. no. 62 lässt Z. die Kaiserin die Wärterin (אומן ist ja männlich!) des Senats sein; wie abgeschmackt! Es heisst aber: Der Kaiser nannte sie ״Mutter (אימן) der Senatoren“; vgl. mater patriae. — No. 66 heisst es, die Matrone hielt sie noch einen Tag zurück (כבשה אותם), nicht aber, dass sie ihnen noch einen Tag erwirkte. — Das ״venetische“ Gewand (S. 318) ist natürlich ״grünes“ Gewand zu nennen. Ich könnte diese Liste noch sehr lange fortsetzen, wenn ich nicht auch über Z.’s hebräische Texte einiges zu sagen hätte. Abgesehen davon, dass diese Texte viele Druckfehler enthalten, liegt in ihnen noch der Uebelstand, dass Z. sorglos mehrere Quellen aneinander reiht, ohne sich um den ursprünglichen Text zu kümmern. Bei Citierungen wie in I no. 32 aus Lekach Tob und häufig aus dem Jellinek’schen Beth-ha-Midrasch hätte man doch eine Erörterung der Frage erwarten können, ob denn diese jungen Texte nicht etwa byzantinische Zustände wiederspiegeln? Ich habe schon angedeutet, dass auf Z.’s Citate kein Verlass ist; in YI no. 4 z. B. wird Zuta S. 149 citiert: אוי לו (לאדם) (שהיה) שחוק לכל בריותיו, das ist das ganze, und in diesen wenigen Worten stecken zwei Fehler, denn in Bubers Text steht למלך (also gerade das, was für Z. wichtig ist) und שנעשה! Ib. no. 69 druckt Z. אפרכי, lies אפוכי Quittung, und damit gewinnt die Stelle einen ganz anderen Sinn! No. 32 מנין לי .1 יש לך, ib. 36 1. הביאום statt הביאוהו etc. No. 16 נכבדים ist zwar richtig citiert, muss aber dennoch מכבדים heissen. Was Z. beweisen will, erhellt oft aus dem Text durchaus nicht; VI no. 1 muss nicht gerade von palatini handeln; no. 6 und 6 עבד מלך כמלך muss nicht gerade auf Commodus gemünzt sein; eben das gilt von 8, 11 etc. Dagegen lässt sich Z. manche an der Hand hegende Parallelen entgehen; S. 229 wäre zu erinnern an אין מלאך אחד עושה שתי שליחות; S. 233 an das Rätsel der Königin von Saba (s. meine Ausführungen in Byz. Zeitschr. XI, 120); in VH no. 6 fehlt der Hinweis auf Petrus; in VI no. 29, wo Z. einen Sklaven, in VH no. 96, wo er einen König erscheinen lässt, heisst הנראה vielmehr: mich dünkt, mir gefällt, mir scheint und ähnliches; das letztere Gleichnis habe ich öfters kulturhistorisch behandelt (zuletzt in REJ. XLV, 39), aber Z. arbeitete eben mit mangelhaften Hilfsmitteln. Das ist alles, was ich in diesem Punkte zu seiner Entschuldigung Vorbringen kann, was ich um so Heber tue, als ich sonst die wissenschaftlichen Leistungen Z.’s sehr gern anerkenne; möchte es mir bald vergönnt sein, bei einem anderen Werke Z.’s günstiger zu urteilen. — Samuel Krauss.] II. ABTEILUNG. Miscellen und Notizen von M. Steinschneider. 23. Handschriften in Tiberias. Hr. Bariich Jehuda Tolidano (so mit latein. Lettern) in Tiberias richtete am 7. Januar an mich ein am 26. mir zugegangenes hebr. Schreiben, dessen In־ halt ich hier mitteile. Derselbe beabsichtigt, einen Sammelband aus mss. herauszugeben, enthaltend: 1. Abraham b. Natan ha-Jarchi, Commentar