Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- VII (1903)
- Issue
- 1 (Januar-Februar 1903)
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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sind nicht so sehr eine Fortsetzung der ״etymologischen Studien“ ais vielmehr eine Consequenz derselben, indem die dort entwickelten Principien hier vorausgesetzt und in weiteren Fällen angewandt werden. Nach einem kurzen Abschnitt über vier aramäische Wurzeln, die als reduciert aus volleren Wurzeln erwiesen werden, folgen in alphabetischer Ordnung diejenigen hebräischen und zum Teil aramäischen Wurzeln, für welche neue Bedeutungen oder neue etymologische Aequivalente aufgezeigt werden. In den Nachträgen werden im Anschluss an die Fränkel’sche Kritik der ״etymologischen Studien“ die wichtigsten Auf- Stellungen der letzteren Schrift einer nochmaligen Prüfung unterzogen und je nach dem Resultat berichtigt oder bestätigt. Es braucht nicht gesagt zu werden, wie hoch das Mass der Erwartungen ist, mit dem der Fachmann an die Barth’sche Schrift herantritt, und es bedarf ebensowenig der Hervorhebung, in welcher Weise diese Erwartungen ihre Erfüllung finden. Wie ein Lichtstrahl dringt das Ergebnis dieser Wurzeluntersuchungen in das Dunkel des biblischen Wortschatzes und lässt uns manche verborgene Ecke und zahlreiche sehr geläufige, aber durch den Wust der conventioneilen Erklärungen verdunkelte Stellen in ihrer wahren Bedeutung hervortreten. Aus der grossen Zahl der von Barth festgestellten neuen Bedeutungen und Vergleichungen seien hier als Beispiele nur einige wenige hervorgehoben, die ebenso sein* durch ihre Originalität wie durch ihre Natürlichkeit überraschen. So wird für תאלה an zwei Stellen in den Psalmen die Bedeutung ״Stöhnen“ erwiesen, die allein dort einen angemessenen Sinn gibt (p. 4). חנית ״Speer“ wird von syr. ״ 1 ןrichten“ abgeleitet (p. 21). — ״ יוןLehm“ assyr. t־emenu, wodurch die beiden verschiedenen Bedeutungen des letzteren Wortes einen Zusammenhang gewinnen (p. 25 Anm. 2). — נפל im Sinne von ״stark sein“, wodurch das Wortspiel in Hiob 14,18 eine überraschende Pointe erhält, (p. 29 Anm. 2). — עלה cs^ ״sieden, kochen“, woraus ״ עולהBrandopfer“, eigentlich ״das Kochende, Siedende“ (p. 85). — ״ צפרsich wenden“ in Richter 7,8, wodurch das schwierige הצפירה die Möglichkeit einer sinngemässen Erklärung (״Schicksal, Schicksalswendung“ Unheil) erhält (p. 42). — קצו in 2. Kön. 19,28 Jes. 87,24 kann, wie nachgewiesen wird, nicht ״Ende“ bedeuten, das trotz seiner allgemeinen Recipiertheit absolut keinen Sinn gibt, sondern ist mit ar. (j^aü zusammenzustellen und als ״Jagdwild“ zu erklären, wodurch die beiden Stellen einen äusserst prägnanten Sinn erhalten (p. 44). — Die unerkärliche Stelle Jerem. 2,31 erhält eine überraschende Beleuchtung durch die Vergleichung des rätselhaften רדנו mit der genau entsprechenden arabischen Wurzel, die ״Weide suchen“ bedeutet (p. 45) 1). — Naturgemäss liegen nicht überall die Fälle so klar und deutlich zu Tage, wie in den erwähnten Beispielen, insbesondere dann nicht, wenn die herangezogenen Aequivalente auch in ihren eigenen Sprachen nur spärlich vertreten sind und zumeist erst aus den lexicalischen Sammlungen eruiert werden müssen. Doch auch hier gehen die vorgebrachten Aufstellungen über die bisherigen Versuche hinaus und bringen dieselben einer endgiltigen Lösung näher. — Im Folgenden seien dem ארץ מאפליה (ב muss demgemäss dem Sinne nach als ״unfruchtbares Land“ verstanden werden.