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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1902-11-01 · 6 (November-Dezember 1902) · p. Seite 177

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
VI (1902)
Issue
6 (November-Dezember 1902)
Date
1902-11-01
Page
Seite 177 (sequence 17)
Language
German
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177 kür Abfassung des TJ gaben. Der Beweis hierfür ist auch im JQR. XH, 718 ff. nicht im geringsten erbracht. Zu 230; 12 ff. Man lese, wie der Vf. die simple Notiz, dass die Peterskirche in Rom über dem Grabe Petri gebaut worden sei, so hoch anschlägt, ״dass nichts besser zeigt, wie genau die jüdische Erzählung die verwandten christlichen Erzählungen copiert und nichts darum so geeignet ist, wie dieser Zug, den Credit des Toldoth in unseren Augen zu heben“. War es wirklich für einen in Rom lebenden Juden, an den wir als den Yerf. der Notiz über Petrus zu denken haben, nicht höchst leicht, von Christen einige dürftige sagenhafte Mitteilungen über den Bau der Peterskirche zu erlangen? Zu 285, 8 v. u. ff. Man lese, Wie der Yf. die Zeit des Erzählers von TJ in die Zeit des Nestorianismus verlegen zu können glaubt. Das TJ soll, wie Yf. im Schlusskapitel S. 286 ff. anseinandersetzt, ״eine authentische Wiedergabe jüdischer Anschauungen“ sein. Yf. ist darauf gefasst (S. 238, Z. 8), dass seine Glaubensgenossen dagegen protestieren werden. Womit aber will er diesen Protest zurückweisen? Dann müssten sie auch, meint er, gegen den Talmud protestiren. Nur gemach! Sieht denn der Yf. nicht den gewaltigen Unterschied zwischen den Aussprüchen des Talmud über Jesum und dem TJ? Erstere sind alt, so alt wie die Kirchenväter, und spiegeln allerdings damalige jüdische Anschauungen über den Stifter des Christentums wieder, das TJ ist aber um fast ein Jahrtausend jünger und von den uns erhaltenen vollständigen Handschriften kaum eine über 400 Jahre alt. Sollten wir etwa gegen den Talmud protestieren, weil er die ältesten jüdischen Legendenbildungen über Jesum uns erhalten hat?. Protestieren aber würden wir gegen den, der die talmudischen Agadoth über Jesum als objective historische Wahrheit ausgeben wollte. Und protestieren dürfen wir auch gegen die Annahme, das TJ, das jedem Unbefangenen nur als ein Kehrichthaufen in einer dunklen Ecke der jüdischen Literatur erscheinen muss, sei ein Niederschlag jüdischer Anschauungen. — Zu 264 Anm. 3. Die עשרים מאות איש bei W. p. 16 sind offenbar die 320 Jünger bei Bisch. S. 35; 37; 42, also עשרים [ושלש] מאות zu lesen. — Zu 274, Note 6. הגרי ist nicht הגרי zu lesen und darum ein ״seheussliches Hebräisch“, sondern הגרי n. pr. für Araber. — Zu 283, Note 30a Schluss. Weil das Beth haskila (בית הסקילה) sowohl in dem Werke eines getauften Juden des XH. Jahrh. als auch im TJ (Recension L.) vorkommt und, wie Yf. behauptet, die Priorität jedenfalls auf Seiten des Toldoth ist, so muss, meint wiederum der Yf., jenem Autor das T. in irgend einer Form bereits Vorgelegen haben. Auf solche fadenscheinige Beweise stützt sich der Yerf. — Zu S. 297 unten. Die Worte ,1 ס) סמאל 4 ל ,3 א ,2 מ) und א) אדום a, ד b, ו c, ם d) über einandergeschrieben, ergeben quer gelesen lda4 סמאל und 3bc2 אדום. — Zu 302,14 st. Oronio 1. Orobio. Gemeint ist Orobio de Castro, der im XYII. Jahrh. eine Anzahl polemischer Schriften gegen das Christenthum verfasst hat. Unter ״Talamontein“ ist natürlich der Talmud zu verstehen. — Der gelehrte Yerfasser, dessen reiches Wissen und Können, dessen grossen Fleiss und Scharfsinn ich aufrichtig hochschätze, dessen hervorragende wissenschaftliche Leistungen ich vollauf würdige, wird es mir verzeihen, dass ich nach dem Grundsätze amicus Plato etc. aus meiner Ueberzeugung kein Hehlmache. Der Versuch, das TJ zu einer religionsgeschichtlichen Quellenschrift aufzubauschen, ist als missglückt zu betrachten. DasTJ ist und bleibt ein elendes Machwerk. Mögen christliche Theologen, wie der Yf. es wünscht (Einleit. p. IY), . 2 /

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