Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- VI (1902)
- Issue
- 1 (Januar-Februar 1902)
- Date
- 1902-01-01
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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8 / / Abu Said umlaufende Text der Übersetzung durchaus nicht einheitlich ist, und ich kann auf Grund der Sammlungen, die ich &i?* für diese Übersetzung angelegt habe, behaupten, dass man mindestens noch eine, wahrscheinlich mehrere ־Überarbeitungen anzunehmen hat, die den Text zum Teil sehr viel stärker modificiert haben alsb Äu Said selbst. So ist auf Grund des Materials, das Bloch zu Gebote stand, durchaus zu billigen, dass er denTextus receptus abdruckte. Ueber das Verhältnis der Samäritanischen TJebersetzung zu der des Saadja (cf. Bloch p. 20 f.) wird man so lange nichts Sicheres aussagen können, als bis wir zuverlässige Ausgaben der ursprünglichen Übersetzungen beider vor uns haben. Dass das auch bei Saadja noch durchaus nicht der Fall ist, dürfte für jeden, der mit den Dingen einigermassen vertraut ist, zweifellos sein. Die Untersuchung über das Verhältnis beider Ueber- Setzungen wird also zweckmässig aufgeschoben. Ebensowenig zuverlässig ist, was bisher über das Verhältnis der arabischen Uebersetzung der Samaritaner und des samarit. Targums gesagt ist. Sicher ist, dass in den Recensionen der arabischen Uebersetzung im allgemeinen der Grundtext. besser verstanden ist als in den uns jetzt vorliegenden Recensionen des Targums. Wenn aber Samuel Kohn an der von Bloch p. 21 citierten Stelle behauptet, es deute nicht einmal der leiseste Umstand darauf hin, dass der Verfasser der arabischen Uebersetzung das Targum überhaupt gekannt habe, so ist das eine arge Uebertreibung. Die Be- Schreibung der Manuscripte der Uebersetzung (p. 22—36) ist im allgemeinen sorgfältig. Ein paar kleine Versehen, die sich besonders in den Angaben über die von Bloch nicht eingesehenen Codices finden, werde ich an anderer Stelle berichtigen. Merkwürdiger Weise hat Bloch die in Petersburg befindlichen, in Harkavys Katalog genau augeführten Stücke der arabischen Uebersetzung zu erwähnen vergessen. Die Noten bieten manche interessante Einzelheit, freilich würde der, der die Textgeschichte genauer kennt, einiges darin anders beurteilen« Die Hauptarbeit hat Bloch auf die Textherstellung verwandt. Ueber sie lässt sich natürlich hier in wenigen Worten nicht viel sagen. Ich habe an einer genauen Untersuchung verschiedener Stücke des von ihm dargebotenen Textes den Eindruck gewonnen, dass wir es hier mit einer sehr sorgfältigen Arbeit zu thun haben. Die wenigen Versehen, die mir aufgefallen sind, waren meist geringfügiger Art, so dass ich sie hier übergeben kann. Dass ich an ein paar Stellen anders urteilen würde über das, was in Abu Saids Text gehört, und was in die Noten zu setzen ist, ist ja natürlich. Für eine endgültige Ausgabe der sam. arab. Uebersetzung — als eine solche kann ja diese Ausgabe wegen des beschränkten Materials ebensowenig wie die Kuenens gelten (das hat Bloch ja auch selbst zugegeben) — wird diese Arbeit treffliche Dienste leisten, bessere jedenfalls als die Ausgabe Kuenens, die im einzelnen etwas flüchtig gearbeitet ist (cf. Bloch p. 27; ich kann das auch positiv beweisen). Ein paar Kleinigkeiten seien hier noch erwähnt: S, 6 Zeile 4 v. u. 1. 20 statt 120; p. 7 Mitte: Die Datierung des Cod B. ״vor 920 d H“ rührt wohl daher, dass die älteste Verkaufsnotiz darin aus diesem Jahre stammt. Der Codex B erinnert in vielem an das Ms. or. 2688 des British Museum; ich vermute, dass es mit ihm — und also auch mit Cod. D — ziemlich gleichaltrig sein wird. p. 23 Z. 14 v. u. lies 471—11 (statt 491—11־); ein. anderes Blatt von Ba, enthaltend Nu. 680—69, findet sich in Bianchini’s Evangeliarium quadruplex, Rom 1749. II p. DCIV. — p. 29: die Behauptung, dass ein Teil des Anfangs des Ms. E wahrscheinlich im Londoner Ms. add.