Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- VI (1902)
- Issue
- 1 (Januar-Februar 1902)
- Date
- 1902-01-01
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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7 die uns bisher im wesentlichen mir in einer Becensioh vorliegende und nach der allgemeinen Ansicht von Ahn Said verfasste Uebersetzung in Wirklichkeit in mehreren Recehsionen existiert hat, und gar nicht von Abu Said verfasst, sondern von ihm nur zu der Gestalt, in der wir sie bisher ausschliesslich gekannt haben, überarbeitet ist. Dass die Uebersetzung eine durchgreifende Aenderung erfahren, hat bereits Juynboll gezeigt, indem er nachwies, dass der Verf. der Scholien, die sich in den beiden Pariser Codices finden, nicht der Y erfass er der Uebersetzung, sondern nur ein Ueberarbeiter sei. Juynboll hätte zweifellos weiter nachgewiesen, dass der in der Yorrede zu Ms. C erwähnte Abu Said nicht der Uebersetzer, sondern der Ueberarbeiter sei, und dass der in der Vorrede zu Ms. B. erwähnte Abu’l Berakät gar nichts mit der Uebersetzung zu thun hat, wenn er Gelegenheit gehabt hätte, die Codices selbst einzusehen. Das Blatt nämlich, auf dem die Vorrede des Abu’l Berakät steht, ist Von jüngerem Alter als die Handschrift selbst, und die Vorrede an sich ist, wie bereits de Sacy nachgewiesen hat, eine Fälschung. Verschiedenes weist darauf ׳hin, dass der Ueberarbeiter Abu Said um die Mitte des 13. christlichen Jahrhunderts gelebt hat; in dem Berliner Ms. or. qu. 523 ist in der That an einer Stelle bezeugt, dass Abu Said A. H. 659 gelebt hat. Somit sind bei der arabischen Pentateuchübersetzung der Samaritaner zunächst 2 Recensionen, die ursprüngliche Uebersetzung und die Bearbeitung des Abu Said, zu unterscheiden. Diesen Nachweis hat Bloch in No. I der Einleitung geliefert, und zur Bestätigung des von ihm gefundenen Resultates kann ich hier noch anführen, dass ich selbst im Winter 1898/99, als ich auf der Kgl. Bibliothek zu Berlin die beiden Pariser Handschritten vorhatte, zu wesentlich denselben Resultaten gelangt bin. — Ob der Verfasser der Uebersetzung Hasan der Tyrier ist — darauf könnte eine Notiz in der Vorrede des Abu Said führen — oder nicht, ist zweifelhaft, jedenfalls aber darf man nicht mit Bloch die grosse Anzahl der aus Aegypten stammenden Handschriften als dagegen sprechend anführen. Das Cambridger Ms. Add. .714 z. B., also die älteste datierte Handschrift dieser Uebersetzung, stammt aus Sarepta, und ich könnte noch manche aus Syrien stammende Mss. hier anführen. Bei dieser Lage der Dinge wird es von grosser Wichtigkeit sein, festzustellen, worauf sich die Ueberarbeitung durch Abu Said erstreckt hat. Mit Recht weist Bloch darauf hin, dass uns da die Scholien der Pariser Mss. die wertvollsten Angaben bieten. Auch darin kann׳ ich ihm beistimmen, wenn er den Cod. B. als eine im wesentlichen treue Widergäbe des von Abu Said revidierten Textes ansieht. Es ist sonderbar, dass gerade die Handschrift C, die einzige, die Abu Saids Namen enthält, von einem Codex abgeschrieben sein muss, der, wie ich an anderer Stelle nachweisen werde, aus ganz verschiedenartigen Stücken bestand. Dass .die Handschrift weniger Vertrauen verdient als B, hat bereits de Sacy gesehen, and Kuenen ist seinem Rate gefolgt, wenn er im wesentlichen Cod. B abdruckte. Bloch׳ hat in seiner Arbeit den Versuch gemacht, einen möglichst den Intentionen des Ueberarbeiters entsprechenden Text zu bieten. So hat denn auch er sich im wesentlichen an Cod. B gehalten. Er bietet also den Textus receptus.. Das ist in diesem Falle durchaus zu billigen. Denn die einzige einen von Abu Saids Recension unabhängigen Text bietende Handschrift, die ihm zu Gebote stand, war Ba. Dazu kam noch das eine im Palaeographical Society Or. Ser. veröffentlichte Blatt des Cambridger Ms. Add. 714. Schon auf Grund dieses Materials hat Bloch eingesehen, dass der voq