Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- V (1901)
- Issue
- 5 (September-Oktober 1901)
- Date
- 1901-09-01
- Page
- Seite 148 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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dazu angeregt worden, aus dem Schulchan Aruch und den späteren Decisoren (פוסקים אחרונים) die notwendigsten ״Dinim“ zu sammeln und aufzuschreiben. Aber er empfand das Bedürfnis — wie in einem poetisch ausgeschmückten Selbstgespräche geschildert wird — den Nutzen dieser Sammlung auch Anderen zu Teil werden zu lassen. Darum entschloss er sich, sie durch den Druck zu veröffentlichen, damit ihm, dem Kinderlosen, das Werk auch die Stelle der Nachkommenschaft vertrete. Weiteres Nachdenken führte ihn zu dem Entschlüsse, sein Werk in persischer Sprache erscheinen zu lassen, damit es einem grösseren Kreise zum Heile gereichen könne. Da• er selbst aber sich der Aufgabe, sein eigenes Werk in’s Persische zu übersetzen, picht gewachsen fühlte, ״denn ein Buch von einer Sprache in die andere zu übertragen ist eine Kunst und Arbeit“ (סבב $י כיתאבי רא אז ל$ז בל$ז העתרןה והדגימה (מו-דן צגעת ועמל מי באשד). Darum betrachtete er es als eine günstige Fügung, dass er einen ״in der Wissenschaft der Thora und der heiligen Sprache ebenso wie in den Büchern persischer Sprache“ meisterlich kundigen Mann fand, der sich erbot, die Arbeit der Uebersetzung seines Werkes in’s Persische zu übernehmen. Nach Lob- und Segenssprüchen für den Uebersetzer folgt nun in sieben Punkten die Darlegung der Nützlichkeit des Werkes. Wer es besitzt, muss nicht mit jeder Frage zum Moila und Gelehrten gehen, sondern kann die Antwort dem Buche entnehmen. Auch Gelehrteren wird das Buch als kurzer Auszug aus den Quellen von Nutzen sein können, da sie diese nicht immer zur Hand haben. Es wird beim Jugendunterrichte gute Dienste leisten. Es wird der Jugend auch als Mittel, das Persische zu erlernen, förderlich sein. Jeder Familienvater (כעל הכיח) möge aus diesem Buche täglich seiner Frau und seinen Kindern vorlesen, damit auch diese sich die Kenntniss der religiösen Satzungen aneignen. Das Buch eignet sich sehr gut als Lektüre für Reisende. Endlich wird auch Gesetzeskundigen (תלמידי חכמים) das Buch von erheblichem Nutzen sein. Denn die ״Dinim“, deren Schriftthum einem ״endlosen Meere“ gleicht, sind nach den Ländern und deren äusseren Lebensbedingungen, sowie deren Bräuchen und Gewohnheiten verschieden. In diesem Buche aber sind die in Buchärä, Persien und Jerusalem gütigen Vorschriften gesammelt, soweit über dieselben allgemeine üebereinstimmung herrscht. Die Vorrede schliesst mit Rathschlägen über die Verwendung des• Buches und darüber, wie dessen Verbreitung gefördert werde. Es ist auf die dreissig Tage des Monats aufgetheilt (I la: ליום א׳; II 82 b: ליום ל׳), damit es in einem Monate vollständig durchgenommen werden könne (10 Seiten täglich). In jeder Ver-