Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- V (1901)
- Issue
- 5 (September-Oktober 1901)
- Date
- 1901-09-01
- Page
- Seite 135 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/2254995-7565897-7600102--0966-2255919- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
135 fragmentarisch in einer einzigen Handschrift in Petersburg erhalten hat, wurde im J. 1893 von Kokowzoff mit der ihm eigenen Sorgfalt und Akribie, nebst einer ausführlichen Bearbeitung in russischer Sprache, ediert. (Später haben sich noch einige Fragmente gefunden, die K. ebenfalls edieren wird, s. Revue XL, 131, n. 4). Trotzdem nun Bacher die Publication Kokowzoff’s in Stade’s Zeitschr. XIV (1894), 233 —249 ausführlich analysiert, Derenbourg sie in Revue XXX (1895), 155—158 eingehend besprochen und Eppenstein selbst ihr in האשכול II (1899), 198 ff. einen Artikel gewidmet hat, hielt es letzterer doch nicht für überflüssig, ibn Barün und sein Werk nochmals zum Gegenstand einer Studie zu machen. Es ist ihm auch gelungen, zu der Bearbeitung KokowzofFs viel Neues und Beachtenswertes hinzuzafügen. So besonders die geistreiche Vermutung (p. 9), dass der von ibn Esra zu Ps. 147,3 citierte ר, יצחק הספרדי, der לעצבותם mit dem Arabischen zusammenstellt, kein anderer als ibn Barün sei. Mithin hat ihn ibn Esra gekannt, und wenn dieser seine Liste an der Spitze des Moznajim mit dem Lehrer ibn Barün’s, Lewi ibn at-Tabbän, schliesst, so geschah es wohl darum, weil er jüngere Autoren nicht mehr zu den זקני לשון הקדש zählen zu dürfen glaubte (Mose ibn Esra wird in dieser Liste nicht erwähnt, wie E. p. 5 irrtümlich behauptet). Ebenso konnte E. zu denjenigen, die ibn Barün citieren und benutzen, auch Josef Kimchi hinzufügen, s. p. 8. Bann sind auch viele Quellen ibn Barün’s hier eingehender als bei Kokowzoff besprochen, und sind die Citate aus Hai’s Häwi (p. 13 -14 u. p. 21, n. 5) von besonderer Wichtigkeit (den Titel *ס, הבולל, den E. p. 6 n. 4 dem mehr gebräuchlichen 0' המאסף vorziehen möchte, gebraucht auch Bukrat in ס׳ הזכרון zu Ex. 2,5; vgl. ZDMG 55, Heft 4). Von den Vergleichungen ibn Barün’s bespricht E. ebenfalls zuerst die grammatischen (p. 16-19) und dann die lexicalischen (p. 19—43), aber selbstverständlich nur diejenigen, die ibn Barün zuerst aufgestellt hat, also diejenigen, die Kokowzoff p. 93—129 behandelt. Aus gelegentiichen Bemerkungen ibn Barün’s hat E. die Art. בקר und זנח hinzugefügt. Zu bedauern ist aber, dass er alle die Vergleichungen, die in den oben genannten Arbeiten Bacher’s, Berenbourg’s und seiner eigenen schon zur Sprache kommen, weggelassen hat. Dadurch wird dem Leser nur ein unvollständiges Bild geboten. In den Anmerkungen zu den einzelnen Artikeln wird sehr eingehend auf die Nachfolger ibn Barün’s Rücksicht genommen und dann auf den Gewinn, der aus diesen Vergleichungen für die Bibelexegese sich ergiebt, hingewiesen. Diese Anmerkungen bieten eine Fülle schätzenswerter Nachweise und sind die Parallelen aus dem Kamüs von besonderem Wert. — Im Einzelnen sei noch bemerkt: p. 4 n. 5: Das Specimen aus Mose ibn Esra’s Poetik hat Kokowzoff in einem Sammelbande ״Wostotschnija Zamjetki“ ediert, s. diese Zeitschr. T, 29. — p. 7 n. 1: Dunasch b. Tamim wird von ibn Esra noch zu Gen. 1,31 (lange Recension ed. Friedländer p. 33) angeführt, s. JQR. VIII, 505. - p. 8 n. k Die Zusammenstellung von חזו Hi. 24,1 und מחוז Ps. 107,30 mit dem arab. חאז findet sich schon in ibn Chiquitilla’s handschr. Comm. zu Ps. 37,20: ... ואמא ולא חזו ימיו פהו ענדי מעתל אלעין והו מן אלחיאזח ומכה ואל מחוז הפצם אי אלי.חיז מרגובהם וקד דכרנא דלך פי שרח איוב; vgl. auch Isak b. Elasar Hallewi’s שפת יתר s. v. חזה (ms. fol. lila): . . . ודע כי ויודעיו לא חזו ימיו מזה השרש (ר״ל משרש חזה) ואלו היה מלרע היה יותר נכון ור, משה הכהן אמר שהוא מנחי העין והשס ממנו על דעתו מחיז דפצם. — p. 14: Dass David b. Abraham im X. J&hrh., also vor ibn Barün gelebt hat, ist wohl nicht mehr zu bezweifeln, s. Revue XXX, 251; XXXI, 311. — p. 28 n. 52 In dem