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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1901-07-01 · 4 (Juli-August 1901) · p. Seite 127

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
V (1901)
Issue
4 (Juli-August 1901)
Date
1901-07-01
Page
Seite 127 (sequence 31)
Language
German
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127 Yor 50 Jahren habe ich mit bezahlter Hilfe B. Goldberg’s ein alphabetisches Verzeichnis des Diwans von Jehuda ha-Levi in der Bodleiana, (nebst Gedichten von Gabirol etc.) anfertigen lassen; dazu verzeichnete ich allmählich die Nummern in Luzzatto’s ms. nach seinem Index und sämtliche Abdrucke bis auf Harkavy. und Brody, welcher das Verzeichnis am Schlüsse seiner Ausgabe edieren wollte. Dass das ms. Geniza jedenfalls aus einem Diwan Jehuda ha־Levi stamme, war schon aus den kaum lückenhaften Nach- Weisungen ersichtlich; ich suchte noch einige Lücken in meinem Verzeichnis auf und fand sie, wie erwartet; es ergab sieh dabei mancherlei Berichtigung, aber auch ein besonderes Besultat, welches mich nicht überraschen konnte, aber mit Bedauern über die überflüssige, gewiss nicht mühelose Arbeit der beiden Gelehrten erfüllte. Es stellte sich nämlich heraus, dass G. (Geniza) grösstenteils mit ms. Bodl. Neub. 1970 auch in der Reihenfolge übereinstimmt, also eine übersichtlichte Vergleichung der Nummer genügte; leider ist G. nicht mit Nummern versehen. Zur Begründung dieser Behauptung beschränke ich mich auf eine versuchsweise aus Lücken der Nachweisung gewählte Anzahl von Anfängen, indem ich das Bodl. ms. mit arab. Ziffer bezeichne. G. Anfang ist n. 81, G. S. II Z. 5 95; Z. 12 מה lies 106;שמש, Z. 18 lies 165 נשאוני תמול חדרי לבבך (Luzz. n. 865); S. IIIZ. 15 lies 155 שלמה, Z. 17 1. 157 הה לי ידידי מפרידת אח u. ms. f. VI; Z. 10 v. u. צאה ist 167, Z. 8 v. u. 169 חופה; vorl. Z. 174, L. 277: letzte Z. 175 אמור (auch in Siddur Jemen, Verz. Berl. K. 85); S. IV Z. 1—8 ist nach 176—8 zu ergänzen und berichtigen; desgl. Z. 6 nach 181; Z. 7 ist 182, und so lassen sich wohl alle, oder fast alle Lücken ergänzen. S. VI Z. 12 לשובב ist 192, anch in Siddur Jemen, K 20; das letzte in Col. 9 ידידי השכחת ist 297. Von der nun folg. Col. ist 78 אשרי ותארכנה, Luzz. 862, ob Nachtrag? Die Gedichte Gabirol’s sind hingegen nicht die aus ms. Bodl. in meinem Catal. p. 2885 aufgezählten, wovon ich nur die letzten p. 2887 bei Neub. p. 663 finde. — Weitere Schlüsse auf die Geschichte des Diwans zu machen, ist hier meine Absicht nicht.1)_ Der Antiquariats-Katalog nr. 200 (1. Abteilung) der Berliner Verlagsbuchhandlung S. Calvart( u. Co. verzeichnet nr. 220 einen Pergamentdruck Tefiloth nach römischem Ritus 200Bl. in 8° enthaltend. Das Buch ist nach Autopsie identisch mit dem von Berliner ״Aus meiner Bibliothek“ nr. 82 beschriebenen Exemplare. Es beginnt wie dieses mit אלה מאה ברכות שתייב אדם לאמרם und endet gleichfalls mit אדון עילם. Die Verzierungen in den Anfängen machen zur Gewissheit, dass wir einen Soncinatendruck vor uns haben, doch fehlt zur genaueren Bestimmung beider Exemplare jeder fernere Anhaltspunkt. Wir haben es mit einem liturgischen Werke von grosser Seltenheit aus dem Anfang des 16. Jahrh. zu thun. A. Fr. Berichtigung zu S. 64. Die in Anatoli’s Malm ad entdeckten Reime hat Krauss auf unberechtigte Weise zu vermehren gesucht. Den Reim bildet in dem durch ihn in Stücke geteilten Passus nur die Silbe ־דם• Es entfallen also die Stücke 2 und 7, die auf ־^ם endigen. Ferner entfällt die auch sonst sinnwidrige Veränderung der Worte חדשיהם in St. 4 und 6 zu חדשם, da auch nicht als Reim in Anspruch genommen werden kann. Uebrigens beruht בראשי חדשיהם auf Num. 10,10 und ראש חדשיהם auf Exodus 12, 2. W. B a c h e r. *) In der Besprechung des Kaufmann-Gedenkbuches (für dessen freimdl. Zusendung der gesch. Witwe des grossen Todten öffentlich zu danken ich hier Gelegenheit nehme) werden noch einige Bemerkungen zu dem von'Neubauer veröffentlichten Register folgen. B—y.

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