Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- V (1901)
- Issue
- 4 (Juli-August 1901)
- Date
- 1901-07-01
- Page
- Seite 98 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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98 [Der bewährte Midraschforscher, Herr Salomon Bub er, hat uns abermals mit einer sehr trefflichen Arbeit überrascht. Wir lernen ein Werk kennen, dessen Yerf. in der ersten Hälfte des 12. Jhs. schrieb. Dasselbe enthält Haggada, gesammelt aus der einschlägigen .ältern Literatur, und Halaehah zugleich, immer an einen Bibelvers anknüpfend, ähnlich dem Buche והזהיר, vor welch’ letzterem es jedoch den Yorzug hat, dass es, abgesehen von der weit grösseren Ausführlichkeit, deren R. Menachem sich befleissigte, auch eine Fülle von sprachlichen Bemerkungen, die oft zutreffend sind, bietet. Diese Art von Sammelwerken, die im 8. Jh. mit den שאלתות -begann, scheint mit unserem Midrasch ihren Abschluss gefunden zu haben. Die Thätigkeit des gleichzeitigen Sammelns von Midrasch und Halaehah erscheint somit engbegrenzt. M. Sechei Tob hat somit auch nach dieser Richtung einen besonderen Werth. Yon dem Werke, welches über den ganzen Pentateuch sich erstreckte, besitzen wir leider nur einen Bruchteil, nämlich nicht ganz Genesis, ein Fragment von Exodus und ein noch geringeres von Leviticus. Die beiden letzteren stehen noch aus, werden aber schon im 17. Jahrg. des M’kize-Nir damim-Y er eines erscheinen. Yerleger wie Herausgeber verdienen auch für diese Gabe unser volles Lob. Letzterer zumal auch schon seiner lehrreichen Einteilung wegen. Dieselbe behandelt folgende 12 Punkte: a)Name des Werkes; b) Name des Verfassers; c) Sein Vaterland; d) Wer waren seine Lehrer? e) Seine Zeit; f) Anlage des Werkes, hierzu 6 Verzeichnisse: 1) Die im Werke angeführten Halachoth; 2) Sprachliche Bemerkungen; 8) Ueber plene und defective Schreibweise; 4) Midraschische Deutungen der verschiedenen Schreibweisen; 5) Ueber Erläuterung von Punktationen 11. Tonzeichen; g) Die vom Verfasser benutzten Quellenschriften; h) Yon wem unser Midrasch citiert wird; i Welche Schriften R. Menachem noch verfasst hat; k) Ueber Beschaffenheit der zwei Hand- Schriften; 1) Die Beschaffenheit seines Werkes Eben Bochen, und schliesslich m) Mit wem unser Yerf. in Briefwechsel gestanden hat. Nimmt man nun noch die inhaltsreichen Fussnoten hinzu, die fortlaufend den Text begleiten, so hat man wahrlich eine Leistung ersten Ranges vor sich. Wir haben bloss Einiges zu bemerken. S. XXV N. 28 wäre auf Monatsschr. Jg. 1895 S. 108 ff zu verweisen. In dem Quellennachweis (XXIX) ist Tanchuma übergangen, während B. selbst in Einleitung zum Tanchuma, S. 98 wörtlich schreibt: רבינו מנחם בר שלמה . . . מזכיר את התנחומא וכאשר יזכני ה׳ להוציא את הכ״י לאור אדבר כרחבה מזה! Wie es scheint, ist Buber dieser Frage absichtlich aus dem Wege gegangen, um nicht seine Ansicht betreffs des Alters des Tanchuma, welche vom Schreiber dieser Zeilen (Sefer Ha-Likkutim I.) und nachher von Bacher (Die Agada der p. Amoräer Bd. IH s. v. Tanchuma) bekämpft wurde, aufgeben zu müssen. Thatsächlich hat unser Autor den Jelamdenu benutzt. Ich verweise auf S. 100 Z. 20, welche Stelle mit Jalkut Schimeoni Samuel II §. 14:1 zu vergleichen ist. Ferner S. 148 Z. 6 v. u. ist mit Revue des!Stüdes Juives Jg. 18 S. 236 oben zu vergleichen. S. 175 Z. 4 von unten ist ebenfalls laut J. S. Schoftim §. 69 dem Jelamdenu entnommen. S. 181. S. die Note 34 das. S. 197 Z. 3 v. u.: S. das. Note 1 und den demnächst erscheinenden Midrasch Jelamdenu Genesis zur Stelle. Ygl. auch RDEJ. a. a. 0. Hierzu ist schliesslich noch S. 272 Z. 12 v. oben mit RDEJ. das. zu vergleichen. S. auch Sefer Ha-Likkutim I. S. 10a. Es unterliegt also keinem Zweifel, dass R. Menachem den Jelamdenu, nicht Bubers Tanchuma benutzt hat. Uebrigens soll hierüber anderweitig aus-