Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- V (1901)
- Issue
- 3 (Mai-Juni 1901)
- Date
- 1901-05-01
- Page
- Seite 93 (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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- 98 -י"־- tuenden aramäischen Nominal- und Verbalformen. Der Verf. hat hier seine Vorgänger hei Weitem überholt und bietet viele nützliche Ergänzungen zu den früheren Darstellungen. Ob es richtig war, dass er auch ־ aus den Gutachten der Gaonim einzelne Formen aufgenommen hat, wird vielleicht fraglich erscheinen; indessen verdient er jedenfalls Lob, dass er auf sie als ein Hilfsmittel der Controlle energisch hingewiesen hat. Wo H. Levias jedoch über die Sammlung und Anordnung des Materials hinausgeht, da ist ihm der Boden augenscheinlich nicht vertraut. Er citiert zwar Wörter und Formen aus allen möglichen semitischen Sprachen und Dialecten, hat sich ־ aber, die Principien der vergleichenden semitischen Sprach wissenschaft :doch: nicht so zu eigen gemacht, um sie wirklich fruchtbar verwerthen zu können. Vertrautheit mit diesen Gesetzen hätte ihn . zum. Mindesten davor bewahren müssen, allerlei barbarische Ver- Schreibungen aus den Varianten Verzeichnissen von Rabbino witz aufzulesen und als wirkliche Sprachformen zu verwerten. Ich will hier nur einige Irrtümer notieren, die ich mir aus den ersten Seiten angemerkt habe, um mein Urteil zu erhärten. § 21. סשיא Bäb. Bäthra 8 a ist ein Schreibfehler für סודא, kann also für den Wandel von ft und ס keinen Beleg geben. Ebenso ist איתקוטלי Ab. zär. 28 a nur eine falsche Schreibung für אישקוטלא (so ‘Aruch); das Gleiche gilt von איתייתא für das richtige אצייתא Bäb. Bäthr. 12a. § 28. וזא? in der Bedeutung ״Paar“ ist immer nur ein Schreibfehler für זווא, keinesfalls aus זוגא umgebildet. — .שגי־י und שדר sind von einander zu trennen. Mit dem Arabischen hat das Letztere nichts zu thun. — אבי ist nicht, wie der Verf. annimmt, aus גבי umgebildet, was - gegen alle sprachliche Analogie wäre, sondern mit den in der Anmerkung zu § 174 angeführten Fällen zu vereinigen. — § 81. טרדעא ist ein Schreibfehler für טרדנא; das Wort ist persisch, kann also für den Wandel der Laute überhaupt nicht in Betracht kommen. — Das Gleiche gilt von דיאנא, Fehler für das persische ״ זיאנאSchaden“. — דיכיא und זיכיא sind Schreibfehler für das richtige תיכיא. — § 33. In• בגדתאה ist das ת durchaus nicht, wie der Verf., vermut« lieh durch die Schreibung des Namens Bagdad verleitet, annimmt, aus ד entstanden; vielmehr ist das ת der echte Repräsentant des ihm zu Grunde liegenden persischen Lautes, so wie in ההלדת Esr. 1, 8. — § 36. Bei den Formen תליד angeblich für ״zwei“ und תליסר angeblich für ״zwölf“ kann es sich nur um Schreibfehler handeln. — § 40. שקל und תקל sind nicht identisch. Ich könnte mit diesen Bemerkungen weiter fortfahren; das Vorstehende aber zeigt wohl zur Genüge, dass das Werk des H. Levias nur mit einer gewissen Vorsicht zu gebrauchen ist. Druck und Ausstattung sind vorzüglieh, geradezu splendid. Aberder Verf. hätte dem Leser wenigstens