Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- V (1901)
- Issue
- 2 (März-April 1901)
- Date
- 1901-03-01
- Page
- Seite 49 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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49 Geschichte,. Geschichte der Juden und Geschichte des Judenthums. Aehnlich scheidet der Yerf. zwischen Literatur der Juden u. jüdischer Nationalliteratur* Nur diese solle in den Vereinen gepflegt, und hierbei stets weniger Literaturgeschichte als Literatur selbst geboten werden. -— Im zweiten Teil (über die Bedeutung und den Wert des Studiums der jüd. Gesch. u. Litt.) giebt Lazarus vornehmlich einigen nichtjüdisehen Forschern, Benan, Stade, Fr. Delbrück und dem polnischen Gelehrten Zujski das Wort.] n/m. Seyerlen, Rudolf Dr., Die gegenseitigen Beziehungen zwischen abendländischer und morgenländiseher Wissenschaft mit besonderer Rücksicht auf Salomon ibn Gabirol und seine philosophische Bedeutung. (56 S.). [In diesem lehrreichen (ob aber ״populär-wissenschaftlichen“?) Vortrage, einer Jenenser akademischen Festrede, behandelt Seyerlen den geschichtlichen Zusammenhang zwischen der Wissenschaft des Orients und Occidents. In drei kurzen Abschnitten nennt der Yerf. die Christliehen (vor allem syrisch-nestorianisehen) Gelehrten, durch deren Yermittlung später die Araber mit den Schriften der griechischen Philosophen bekannt wurden, macht uns mit der regen *Uebersetzungsthätigkeit bekannt, welche die Araber, besonders in der ersten Hälfte des neunten *nachchristlichen Jahrhunderts, entfalteten, und zeigt, wie die lateinischen Uebersetzungen aus dem Arabischen, (nicht aus dem griechischen Original) dem Abendlande den ganzen Aristoteles erschlossen haben. — Der vierte Abschnitt handelt über Ibn Gabirol. Der Yerf. berichtet kurz, wie der lange Zeit vergessene Avencebrol erst in der . Neuzeit wiederentdeckt und endlich durch Sal. Munk mit dem jüdischen Dichter Gabirol identifiziert worden ist, und beleuchtet dann die Philosophie Gab. und ihren Einfluss auf die grossen abendländischen Denker des 18. Jahrhunderts. — Dem eigentlichen Vorträge folgt (S. 80;—56) eine stattliche Reihe von Noten.] IV. Kays erlin g, M. Dr., die Juden von Toledo (28 S.) [In kurzen Zügen schildert K. die wechselvollen Geschicke, welche die Juden im Laufe der Jahrhunderte in Toledo, der Vaterstadt von Jehuda hal-Lewi und Abraham ibn ‘Ezra, erfahren haben. —Die jüd. Gemeinde in Toledb soll in ihrer Glanzzeit 12000 Mitglieder gezählt haben. Doch ist diese Zahl sicherlich stark übertrieben; Kays, hat während seiner Anwesenheit in Toledo die Ueberzeugung gewonnen, dass die Juderia, die Judenstadt, kaum 12000 Personen hat fassen können. — E. M.] WAGENAÄR, L., Joodsche Godsdienstleer voor de jeagd. (ראשית 1 .(חכמה. Cursus, 2. Ausgabe 1899, (80 S.) [Die erste Ausgabe des I. Cursus erschien 1890. (28 S.); in demselben Jahre erschienen auch der II. und der HI. Cursus (II. Curs. 60 S., m. Curs. 148 S.) —] WREDE, FRIEDRICH FÜERST, Die Goldschilds. Kulturgeschiehtlicher Roman aus der zweiten Hälfte des XIX. Jahrhunderts. Berlin, Ernst Hofmann & Co., [1900.] 299 S. 8°• [S. ZfHB. IV, pag. 108.] ־'5