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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1901-03-01 · 2 (März-April 1901) · p. Seite 39

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
V (1901)
Issue
2 (März-April 1901)
Date
1901-03-01
Page
Seite 39 (sequence 7)
Language
German
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b) Judaica. BACHER, WILHELM, Eia hebräisch-persisches Wörterbuch?aus dem vierzehnten Jahrhundert. Budapest, 1900. 138 u. 76 S. 8°. [Von den Erzeugnissen der Literatur der Juden in persischer Sprache, die in den letzten Jahren bekannt geworden sind, ist das hier hearbeitete Wörterbuch zweifellos das wertvollste und zugleich dasjenige, das die meisten Eätsel zu lösen giebt. Das Wörterbuch ist 1BB9 in Urgendsch im Gebiete des heutigen russischen Turkestan von Salomo ben Samuel verfasst, Fragmente davon befinden sich in Petersburg, und jetzt haben Funde E. N. Adlers glückliche Ergänzungen gebracht. Das Wörterbuch, das sich durch präcise Angaben über die Realien auszeichnet, verarbeitet den in der Bibel, den Targumim, Talmud, Sifra, MidraS rabba, Halakoth gedoloth und einigen späteren Schriften niedergelegten Wortschatz. Das Stichwort wird meist mit persischer Ueber- Setzung versehen, längere Erklärungen, die hinzugefügt werden, sind meist hebräisch, oft persisch, selten arabisch. Neben diesen Sprachen verstand der Verf. auch türkisch, vielleicht auch griechisch; die romanischen Worte, die gelegentlich geführt werden, entstammen wohl Schriften seiner westlichen Vorgänger. Von diesen citiert er Raschi und Saadja, hat aber wohl auch Abu’l-Walid, Hai Gaon, MEaimuni und denAruk benutzt. Im ganzen enthält das Wörterbuch etwa 18000 Artikel, dabei allerdings vielfach Verbalformen, mit dem Relativpronomen ד verbundene Verba, Wortgruppen und ganze Sätze. Oft .wird dasselbe Wort nach verschiedener Orthographie an verschiedenen Stellen erwähnt — die Reihenfolge ist streng alphabetisch —, ein Zeichen, dass der Verf. seine Quellen mit grosser Genauigkeit auszog. Die grammatischen Kenntnisse des Verf. sind recht schwach, dagegen bieten seine etymologischen Zusammenstellungen (hebr. und neu hebr., hebr. u. aramäische, manchmal auch hebr. u. arabische Worte werden verglichen), oft Richtiges und in seiner Erklärung persischer Lehnwörter in der talmudischen Literatur ist er mehrfach der modernen sprachwissenschaftlichen Forschung vorausgeeilt. Etwa’ tausend Artikel seines Wörterbuches fehlen in unseren Wörterbüchern. Davon stellen etwa hundert nur eine andere, mehrfach bessere, Lesart dar, und viele von den Übrigen, die sich nicht belegen lassen, können mit Hilfe des Syrischen, Griechischen und Persischen erklärt werden, während andere hebräisch aussehen. Für sehr viele aber lässt sich keine etymologische Erklärung finden. Bacher erörtert in seiner bekannten Akribie alles, was zur Charakterisierung des Wörterbuches wesentlich ist, und giebt im Anhang erhebliche Proben aus dem Wörterbuche selbst. Von besonderet Wichtigkeit ist unter diesen Abschnitt IV: מלות נעלמות מלות מובאות בספר הפליצה עם פתרונם ונפקד מקומם באוצרות הסלים. Da finden sich Wortgebilde, die einen gar fremdartig anmuten, und wenn auch noch mehr, als B. annimmt, sich als Verschreibungen herausstellen werden, so bleibt doch noch eine grosse Anzahl, deren Erklärung der Sprachforsch ung nicht so leicht gelingen wird. Zu den von Bacher nicht erklärten Worten, möchte ich mir einige wenige Bemerkungen gestatten. No. 176 ist für אשכי zu lesen אשכי, die bekannte gemeinsemitische Bezeichnung der testiculi (No. 74 ארש ist natürlich nur Verschreibung dafür); No. 189 אספיתא, durch erklärt, ist — ספינתא, das auch in*

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