Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- IV (1900)
- Issue
- 6 (November-Dezember 1900)
- Date
- 1900-11-01
- Page
- Seite 186 (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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1£6 Miseelle. Mishael ben Uzziel, der Schreiber des Briefes an B. Chananel (ob» p. 155), ist auch als Verfasser einer massoretischen Schrift in arabischer Sprache über die Differenzen zwischen Ben Ascher und Ben Naftali bekannt. Diese Schrift befindet sich in einigen defecten Exemplaren handschriftlich in Petersburg, und Harkavy hat daraus einige interessante Stellen mitgeteilt (חדשים גם ישנים Nr. 2, Beilage zur Monatsschr. מצפה, p. 10). Der Anfang der Schrift lautet: סאלת אידך אללה אן אהבת לך אלצלן* אלדי אצתלף פיה אלמעלם אבו סעיד אהרן בן משה בן אשר ומשה בן דוד בן נפתלי רחמהמא אללה ור*י ענהמא ואנא אמחהל מא סאלתח ובאללה אלתופיק; der Schluss: הם אלצלף לארבעה ועשריןעלי אלשרח אלמקדם דברה ממא עני בגמעה מישאל בן עזיאל. Diese Schrift*) hat Josef aus Gonstantinopel ins Hebräische übersetzt und in s. Werk עדת דבורים aufgenommen (ib. p. 12). Da nun Josef im XII. Jahrh. gelebt hat (ib. No. 1, p. 8), so gehört auch wahrscheinlich Mishael, wie Harkavy annimmt, diesem Jahrhundert an, was übrigens sich auch aus dem Inhalte des Briefes ergiebt, Ob der Adressat des Briefes mit Chananel b. Samuel identisch ist, muss noch untersucht werden. Jedenfalls müsste dann angenommen werden, dass auch Mishaöl in Egypten gelebt hat. Dr. Samuel Poznanslci. Notizen• 1) Prof. Gottheil in New-York fand in der Universitäts - Bibliothek ein längeres Gedicht über Baschi zum Pentateuch, in italienischer Form; der Anfang bietet das Akrost. Salomo b. Isak; er wünschte auf die Spur des Vf. geführt zu werden, ohne mir eine Probe mitzuteilen. Ich dachte zunächst an einen alten Drucker, finde aber in De Rossi’s Annalen keine Auskunft. Es wird also wohl ein Copist oder Commentator, möglicher Weise nirgend weiter vorhanden, vielleicht kaum der Mühe wert sein, darüber Zeit zu verlieren. 2) Die jüdisch-deutschen pseudonymen Schriften des Advocaten Richter in Nürnberg erscheinen immer wieder in Katalogen unter *Judaica“, während sie mit Jüdischem gar nichts zu thun haben. So figuriert ״Saddi“ in Calvary’s Katal. 200, 1. Abt. S. 26 n. 223. ״Nathan b. Sadi“ in J. Kauffmann’s Katal. 32 S. 42 n. 304; s. dagegen Monatsschr. 1893/4 S. 47; L. Geiger’s Ztschr. f. Gesch. d. Juden in Deutschi. IV, 39, 93, 386. — Gelegentlich bemerke ich, dass ein Missbrauch um sich gegeriffen hat, unter ״Jüdisch-Deutsch“ allerlei deutsche Schriften von Juden zu stellen, sogar Mendelssohn^ Pentateiich-Uebersetzung, mit welcher der Kampf gegen Judendeutsch begonnen. Welche Ironie! 3) ZfHB. IV, 24 und 93 Elasar ha-Babli, auch Zunz, Lit. 104 A.4, ms. Firkow. in Geiger’s w. Ztschr. 111,443, Elieser Firk. 124; ob מרבלסי bei Harkavy, Chadaschim n. 8 S. 1? 4) ZfHB. IV S. 158 A. 3. Diese Bemerkung hatte ich begründet durch die Anführung S. 157 mit Hinweisung auf ZDMG. L, 373, wo lies Wstf.־ 167, Haji Khalfa V, 21 n. 9719; Hammer VII, 507; Einzarbi war der Schüler des geborenen Juden Ali b. Sahl, ZDMG. LIV, 46. M. Steinschneider• ג) In einer neulich von Elkan Adler und I. Broyd6 veröffentlichten alten Bticherliste (Jew. Quart. Rev. XIII, 52), die aus dem Ende des XII. Jahrh. stammt, wird u. A. ein כת׳ אלצלף בין בן אשר ובין בן נפתלי (nr. 73) erwähnt. Vielleicht ist darunter die Schrift des Mishael gemeint. Verantwortlich für die Kedaction: Dr. A. F r ei m ann in Frankfurt a. M. Flir die Expedition: J. Kauffmann in Frankfurt a. M. Druck von H. I tz k 0 w s ki in Berlin.