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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1900-11-01 · 6 (November-Dezember 1900) · p. Seite 175

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
IV (1900)
Issue
6 (November-Dezember 1900)
Date
1900-11-01
Page
Seite 175 (sequence 15)
Language
German
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175 »Der theologisch-politische Tractat« Ibn Esra als Kritiker und Exeget anerkennt« (S. 134); oder wenn berichtet wird: Josef Sal. Delmedigo war ein Rufer in der Wüste (S. 160) und gleich darauf (S. 161): bestürmt, über die Kabbata sich offentlich und deutlich auszusprechen, habe er dies zwar gethan, ״jedoch ängstlich und versteckt, ohne den Mut zu finden, seine wahre Gesinnung zu künden“ — wahrlich ein heldenmütiger ״Rufer in der Wüste!“ — S. 176 8011 ein Lehrplan des R. Jesaja ha-Lewi Horowiz als ״allgemein üblich“ angenommen werden dürfen, aber Alles, was die Geschichte der Erziehung und des Unterrichts lehrt, spricht dagegen. Wie es einem Historiker des 19 Jabrb. geziemt, wird (S. 181) der Wissenschaft ein Loblied gesungen, der ״der Dank gebührt, dem Judentume geholfen zu haben“, indem sie sich ״stützend an die Seite der Religion stellte, um ihr beizustehen“; aber schon wenige Zeilen später erfahren wir, dass dies Zukunftsmusik sei: ״doch dürfen wir zuversichtlich hoffen, dass die Wissenschaft auch wieder einmal die Religion zu Hilfe rufen wird etc.“! Aehnlicher Stellen giebt es noch viele. Von einem einheitlichen Geiste, der das Ganze durchwehte, kann nach dem, was wir oben bemerkt, nicht gut die Rede sein. Aber die Bemerkung sei gestattet: Wer die Sätze unterschreibt: ״Mischne Thauro, die 4 Turim und der Schulchan Aruch — diese 3 Bücher kennzeichnen besser, als es die weitschweifigsten Schilderungen thun könnten, den Verfall des Judentums, hervorgerufen durch Druck und Verfolgung. ... So entfernte sich das Talmudstudium, immer mehr und mehr von der Hoheit der spanischen und der Schlichtheit der deutsch-französischen Schulen und artete in Silbenstecherei und Wortklauberei aus, die den Geist wohl schärften, ihn aber zugleich demoralisierten« iS. 127); wer ferner Männern wie Isak b. Scheecheth, Simon b.* Zemach Duran, David Abi Simra, Josof Kolon u. v. A. das Epitheton ״die Grossen Israel’s“ nur in Anführungsstrichen beilegen zu dürfen glaubt: der hat der jiidisehen Geschichte vieler Jahrhunderte den Glanz geraubt. — Hervorgehoben zu werden verdient, dass Verf. der erste ist, der in einem Geschichtswerke die zionistische Bewegung gebührend würdigt. — B—t/.] Kataloge. מקדש מעט• Catalog der Handschriften and Druckwerte des Dr. JEL. B> Levy. ln Aufträge des Besitzers angefertigt von S. Qoldschmidt. Hamburg 1900 [Den Bestand einer schönen Privatsammlung, die vom Grossvater angelegt, vom Enkel in vorliegender Weise vermehrt worden ist, hat G. in aller Kürze, teils nach Angaben des Besitzers und Anderer, verzeichnet. Da Kunstsinn der Ausgangspunkt des Sammlers war, so enthält der handschriftliche Teil mehrere künstlerisch schön ausgeführte Manuscripte. Zu dem die 163 Handschriften enthaltenden Teile wollen wir bemerken: N r. 8 ist wohl das von Steinscheider in Brüll*« Jahrbücher IX S. 75 genannte Exemplar. Nr. 10: Ueber Tanchum ben Moses genannt Cregut Atar Proven9ai aus Arles vgl. Gross, Gallia Judaica S. 89• Nr. 11: Wenn der Abotcommentar auch von Abraharn Farisol ist, so wäre dieser ein bisher unbekanntes Werk dieses

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