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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1900-11-01 · 6 (November-Dezember 1900) · p. Seite 164

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
IV (1900)
Issue
6 (November-Dezember 1900)
Date
1900-11-01
Page
Seite 164 (sequence 4)
Language
German
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164 Name גדליה פירוז enthalten1), der wohl den einstigen Besitzer bezeichnet. Dieser ist als Mitglied einer angesehenen karäischen Familie in Damascus im 17. Jahrh. bekannt (8. Jew. Qu. Rey. XI, 588), und somit stammt der Codex und wahrscheinlich auch die Uebersetzung auB dem Orient. Dagegen ist es gewagt, mit dem Hei ausgeber aus den Schriftzügen zu schliessen, dass die Handschrift dem 11. oder 12. Jahrh. angehört. Der Codex war also in karäischen Händen, der Uebersetzer aber war gewiss kein Karäer, und wenn hie und da Uebersetzungen anzutreffen sind, die mit karäischen übereinstimmen, so sind sie einfach, wie der Herausgeber richtig nachweist, auf Rechnung der Tendenz der strengsten Wörtlichkeit zu setzen. Am Anfänge eines jeden Verses ist das erste hebräische Textwort angegeben2), eine Eigentümlichkeit, die auch einer arabischen handschriftl. Pentateuch-Ueber setzung in Petersburg (nr. 138, Cat. Harkayy u. Strack p. 165) und einer anderen des Brit. Mus. (Cat. Margoliouth nr. 101), welche auf der Jefet’s basiert, eigen ist. Das Charakteristischste an unserer Uebersetzung aber ist, dass sie ausser Glossen und Collationirungen mit Saadja’s Uebersetzung noch Einschaltungen freigelassener Zwischenräume aus derselben Uebersetzung enthält, und dass diese Einschaltungen zuweilen den freigelassenen Raum nicht ausfüllen oder über deneelben hinaus am Rande oder über der Zeile stehen, manchmal auch ganze Seiten ausmachen. Diese Einschaltungen, wiewohl ihr Schriftcharakter von dem des übrigen Codex meistens abweicht, lag doch im ursprünglichen Plane des Uebersetzers, da sonst, abgesehen von dem freigelassenen Raum, für die betreffenden Stellen zwei Uebersetzungen vorhanden sein müssten. Manchmal aber scheinen sie doch später nachgetragen zu sein. So beginnt Lev. 26,16 die Einschaltung für והפקדתי mit dem Sa'adjanischen ד.רה אלעקובאת trotz des היה בכם des Codex (אי$א אנא אצבע הרה בכם; andere Beispiele Einleitung p. XIV- XV). Der Herausgeber hat alle diese Einschaltungen durch eckige Klammern kenntlich gemacht, ausserdem sie noch in der Einleitung p. XV—XXIV c,a88ificiert und mit Recht darauf hingewiesen, dass sie für die Textkritik der Sa‘adjanisehen Uebersetzung verwertet werden können* * * * 8). Die Glossen dagegen hat er nur zum Teil (Einl. p. XXV) verzeichnet. Aber auch sonst lehnt sich unsere Uebersetzung genau an Sa‘adja an und weicht hauptsächlich darum von ihm ab, weil sie sich mit sklavischer Treue an den Bibeltext hält und dadurch oft sein Verständnis unmöglich macht und ausserdem dem Geiste der arabischen Sprache Gewalt anthut. Der Herausgeber hat in einer ausführlichen Einleitung alle Fragen, die in Betracht kommen, erschöpfend *) Dagegen bezeichnet בסאט in der Glosse 8) בסאט ערבי סיפר מהיר. Einl. p. IV) kaum einen Eigennamen; vielleicht ist dieses Wort eine Arabisierung des hebr. פשט. — S. V Z. 5 1. Jefet anst. Josef. 2) Nur Lev. 7, 35, 36, 38 ist der ganze Vers hebräisch mitgeteilt. 8) Der Text ist ziemlich genau abgedruckt und die wenigen Druckfehler sind im Verzeichnis berichtigt. Doch ist noch mancher Fehler stehen geblieben, 80 z. B. p. 1 Z. 22 1. ללקרבאן, p. 3 Z. 3 1. ואלאמאם, p. 5 Z. 1 1. אלהאגי, ib. Z. 12 1. ואלכליתין, p. 7 Z. 4 1. וואפאני, ib. Z. 26 1. ואלבבגא (d. h. Papagei als Uebers. von אנפה, vgl. Sa‘adja), p. 8 Z. 8 ist wohl anst. ואלחרדול zu lesen ואלחררון wie bei Sa'adja (als Uebers. von כח) u. s. w. Dann ist noch zu bemerken, dass אזוב, welches Sa‘adja durch צעתר übersetzt, hier einmal (p. 12 Z. 8) mit שעתר und ein anderes Mal (p.14 Z. 10) mit זעתר wiedergegeben wird. Alle drei Formen sind in den arab. Wörterbüchern verzeichnet.

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