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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1900-09-01 · 5 (September-Oktober 1900) · p. Seite 159

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
IV (1900)
Issue
5 (September-Oktober 1900)
Date
1900-09-01
Page
Seite 159 (sequence 33)
Language
German
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159 — Miseelle. Das Leben des abenteuerlichen Levi Saul Frankel ist von Brann in seiner ״Geschichte des Landrabbinats in Schlesien“ (Grätz, Jubelschrift 266 ff.) geschildert worden. Nach den amtlichen Listen des Haupt-Kirchen-Registers in Frankfurt a. M. ist ״Löb Frankel aus Breslau“ am 29. November im Hause 28 im Alter von 54 Jahren gestorben. (Yergl. Anhang zum Frankfurter Intelligenz-Blatt No. 101 von Dienstag, den 5. Dezember 1815.) Frankel ist demnach im Jahre 1741 geboren, was bei Brann nachzutragen wäre, ebenso die Berichtigung seines Todestages statt des dort (p. 276) angegebenen 80. Novembers. Das Beerdigungsbuch der Frankfurter Gemeinde hat folgende Eintragung: יום הנ״ל [ה׳ כ״ז מרחשון תקע״ו] באשמורת הבוקר בסטר בהקדש ה״ה כ״ה אב״ד זצ״ל מפייט דאדר ונקבר ביום הנ״ל בשליש התחתון (sic) ליב בן הרב מוהרר שואל צד מערבית שמאל ראש במעומד מצבת הבת׳ אברהם בן הירש מפרעמסלויא. Ein Grabstein ist bisher nicht gefunden worden. Der Titel des mir vorliegenden ״Sendschreibens“ lautet: Sendschreiben eines jüdischen Eabbiners in Betreff der neuesten merkwürdigsten Ereignisse in der Christenwelt. Zunächst und zuförderst der schlesischen Judenschaft zugeeignet von ihrem Land-Rabbiner L. S. Frankel. Breslau 1807 in Commission bei Adolf Gehr. 8°. 10 S. Die Schrift schliesst: ״Geschrieben Breslau, den 28 Ab 5867 (sic) — nach der christlichen Zeitrechnung aber, den 1. September 1807. Levi Schaueisohn Frankel“. Dieses ״Sendschreiben“ rief eine Schrift hervor, betitelt: Nachruf an den Rabbiner Schaueisohn Frankel in Angelegenheit seiner unternommenen Reise nach Paris. Breslau in Commission bei Friedrich Barth jun. 8°. 3 Bl., die, weil dem ״Sendschreiben“ beigedruckt, als S. 11 16 bezeichnet sind. Am Schluss zeichnet sich als Yerfasser S. Pappenheim. Nun nennt Brann diesen ״Nachruf“ nicht, giebt aber p. 275 Anm. 1 die Seitenzahl des ״Sendschreibens“ mit 16 SS. an, was die Yermutung berechtigt, dass das ״Sendschreiben“ in ״Breslau 1807“ zweimal gedruckt wurde, was aber kaum glaublich ist. Ferner sei hier eine von Brann nicht erwähnte Schrift Fränkel’s genannt mit dem Titel: Rettung der Wahrheit. Als Yorrede zu einer nächst erscheinenden Zeitschrift, unter dem Titel: Das Babylonische Licht in Egyptische Finsterniss versetzt. Yom schlesischen Oberlandrabbiner L. S. Fränkel. Frankfurt am Main 1808. 8°. 14 S. Man sieht, Fränkel ist plötzlich gar zum ״Oberlandrabbiner“ avanciert, trotzdem Salomo Pappenheim ihn darauf aufmerksam machte, dass er sich zu Unrecht ״Landrabbiner“ nenne, da ihm zu diesem Amte die Kenntnisse und die Bestallung fehlen (Nachruf p. 15). Der Inhalt dieser Schrift ist noch confuser als der des ״Sendschreibens“. Was die von Brann p. 269 Anm. 2 genannten Schriften angeht, so dürfte das Ms. der Stadtbibliothek zu Frankfurt am Main, das zum Druck des אור זרוע ed. Szytomir verwandt wurde, mit dem dort genannten identisch sein. Dr. A. Freimann,

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