Mannheim
Compact Memory

Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1900-07-01 · 4 (Juli-August 1900) · p. Seite 110

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
IV (1900)
Issue
4 (Juli-August 1900)
Date
1900-07-01
Page
Seite 110 (sequence 14)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2254995-7565893-7600091--0735-2255698
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

110 Arbeit, die viel zur Belehrung und Aufklärung beigetragen hat, abschliessen. Verf. bat sich durch seine Realencyclopädie, die er ohne jede Mitarbeit geleistet hat, ein Denkmal errichtet, das seinen Namen auf Geschlechter hinaus unvergessen macht.] JOESTEN, Zar Geschichte der Hexen und Juden in Bonn. Eine kulturgeschichtliche Studie. Bonn, Carl Georgi, 1900. 47 S. 8°. [Ueber die Hexen war wellig zu sagen, denn Urkunden über Hexenprocesse in Bonn enthält das 1899 neugeordnete Bonner Stadtarchiv nicht (S. 4) Die Nachrichten über Hexen in Bonns nächster Umgebung sind S. 6—8 gesammelt. Desto mehr enthält die Schrift über die Juden und zwar wie wir anerkennen in unbefangener Darstellung. Wenn Verf. S. 11 schreibt: ״Die erste Nachricht über Juden in Bonn fällt in das 14. Jahrhundert, in die Regierungszeit des Erzbischofs Wilhelm von Gennep (1350-1364)“ 80 widerspricht er sich; denn er erwähnt selbst S. 9 die Jndenverlolgung in Bonn im Jahre 1287 (vgl. darüber Salfeld, Martyrologiura S. 160). Sollte ihm aber die Quelle des Nürnberger Memorbuches nicht ausreicheu, so verweisen wir auf die Erwähnung der Juden in Bonn im Jahre 1335. Erzbischof Walram von Köln bestimmt, dass er rücksichtlich des Fleischhaudels mit den Juden in Ahrweiler, wie mit denen in Bonn gehalten werden soll. (Euler im ״Anzeiger für Kunde der deutschen Vorzeit“ 1872 Sp. 316). Uebrigens ist die Judengemeinde in Bonn eine uralte, da dort schon Efraira ben Jakob und Elieser ben Joel ha-Levi im Beginn des 12. Jahrhunderts lebten. Von Wert ist der Abdruck der erneuerten Judenordnung vom Jahre 1686 (S. 14—31) und der Nachweis, dass das Judenviertel nicht wie Brisch vermutet auf der Rheinseite gelegen habe, sondern dort wo heute die Gudenauergasse sich befindet. (S. 31- 32). Die Entstehung der Judengasse, jetzigen Tempelstrasse, fällt erst in den Anfang des 18. Jahrh. in die Regierungszeit des Kurfürsten Josef Clemens. Die Darstellung der Geschichte der Juden in Bonn erstreckt sich bis zum Jahre 1844.] KAHN, LEON, Les Juifs de Paris pendant la revolution. Paris, Ollendorf, 1898. VII, 373 S. Fr. 7,50. LEWINSKY, A., Festpredigt zur Feier des 50jährigen Bestehens der Synagoge in Hildesheim am 12. XI. 1899. Hildesheim, Gerstenberg in Komm., 1900. 13 S. 8°. M. 0,30. [Der gehaltvollen Predigt fügt Yerf. in sechs Anmerkungen recht beachtenswerte Mitteilungen über die Geschichte der Gemeinde Hildesheim und über ihre Synagogen an, auf die wir besonders hinweisen, da man sie an diesem Orte kaum vermuten würde.] PRAETOßlUS, F. R., Das Targum zu Josua in jemenischer Ueberlieferung. Berlin, Reuther und Reichärd, 1899. XI, 47 u. 7 S. [Zum ersten Male wird uns hier das Targum zu einem ganzen Buche in babylonischer Punktation vorgelegt. Bei dem Zustande der Vokalisation der früheren Ausgabe braucht man über die Nützlichkeit einer solchen Publikation kein Wort zu verlieren. Wir sind daher dem Herausgeber für den genauen Abdruck einer einzigen, sorgfältigen Hs. zu Danke verpflichtet, können aber unser Bedauern nicht unterdrücken, dass für den Text nicht mehr geschehen ist, wo es so leicht gewesen

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.