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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1900-05-01 · 3 (Mai-Juni 1900) · p. Seite 78

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
IV (1900)
Issue
3 (Mai-Juni 1900)
Date
1900-05-01
Page
Seite 78 (sequence 14)
Language
German
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sichtbaren Mondphasen״ im 66. Bde. der Sitzb. der kais. Akad. der Wissenschaft II. Abtheilung 1872 enthalten ist und A. Kurrein zum Verfasser hat, der im Aufträge des Direktors der Wiener Sternwarte K. v. Littrow die Capitel 12 bis 17 des Kiddusch Bachodesch ins Deutsche übertragen hat. Die letztere Schrift ist allerdings eine wortgetreue Uebersetzung der genannten Capitel, erleichtert dem Fachmann aber ungemein die Lektüre, weil sie neben die vom ״Hambam“ gebrauchten Ausdrücke, die in der modernen Astronomie angewendeten termini technici in Klammern hinzusetzt und dadurch eine weitgehendere Erklärung erspart. Baneth ist, wie er das selbst hervorhebt, einen von seinen Vorgängern abweichenden Weg gegangen, indem er es vorgezogen hat, ״statt den Text mit erläuternden Anmerkungen zu versehen, jedem Paragraphen das zum besseren Verständnis desselben Notwendige in zusammenhängender Darstellung vorauszuschicken״. Dadurch sind aber diese Darstellungen, wohl ohne dass es der Verfasser beabsichtigt hat, einzelne an einander gefügte Abschnitte aus der sphärischen Astronomie geworden, die allerdings trotz ihrer gedrängten Kürze namentlich in historischer Beziehung an Klarheit und Uebersichtlichkeit nichts zu wünschen übrig lassen, an denen man aber zuweilen den Zusammenhang mit der Frage vermisst, wie bald nach dem Neumonde die Sichel dem freien Auge wahrnehmbar wird, und das soll doch der Zweck des Maimunischen Werkes sein. Am Schluss seiner Einleitung bringt Verf. auch einige Vorbegriffe aus der theoretischen Astronomie ebenso unter No. 2 und No. 6 unter den Ueberschriften ״die Wanderung der Apsiden״ und ״die Gleichung des Mittelpunkts״. Auf S. 27 weist der Verfasser in einer Anmerkung auf Gauss theoria motus § 48 hin; dieser Hinweis ist dem Rezensenten nicht recht klar, da die Anzahl der zur Bahnbestimmung eines Himmelskörpers nötigen Elemente doch nicht zum ersten Mal von Gauss festgestellt worden ist. Was die Schlussbemerkung am ersten Abschnitt des II. Teiles (S. 41) betrifft, wonach ״aus der Verbindung zweier Irrtümer eine Wahrheit hervorgegangen״ sei, so glauben wir mit dem Verfasser der Ansicht sein zu müssen, dass die Astronomen des Altertums und des Mittelalters ״bei der Verwertung ihrer Beobachtungen unter dem Einfluss einer bereits feststehenden Meinung über die Länge des siderischen Jahres gestanden haben“, denn schon von den alten Aegyptern wird berichtet, dass sie die Dauer des siderischen Jahres durch heliakische Aufgänge der Sirius bestimmt haben. S. 68 oben, betr. die Aufgabe die Mittelpunktsgleichung zu bestimmen, wenn die Excentricität gegeben ist, finden wir keinen Unterschied zwischeu den beiden Formeln, die in den beiden Sätzen enthalten sind, welche mit ״Ist a“ und ״das ergiebt״ beginnen. Möge Herr Dr. Baneth die Bearbeitung der noch fehlenden Capitel 18 bis 19, welche speziell über die Mondbewegung handeln, bald folgen lassen, damit auch demjenigen Publikum, welches in der elementaren Mathematik bewandert ist, vom Studium astronomischer Werke aber nichts wissen will, die Beschäftigung mit der ״Heiligung des Neumonds“ ermöglicht werde. Dr. B. Cohn (Strassburg), j BAUGEY, GEORGES, De la condition legale da eulte israelite en France et en Algerie. (These.) Paris, Rousseau, 1898. XXIII u. 293 S. 8°. BECK, J. K., Erklärung der Propheten Nahum und Zephanja,

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